„Fit in Deutsch“: Angebot des Kommunalen Integrationszentrums kommt an

Auch der Ausflug ins Wittener Blue Beach stand auf dem Programm.

Zum Abschluss informierten sich die Teilnehmer über die Wittener Berufsfeuerwehr./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Deutsch beim Einkaufen oder im Restaurant sprechen, einen Brief schreiben oder einen Notruf absetzen, Wortschatz und Grammatik sowie Berufen und Bewerbungen - all das stand auf dem Programm des Ferienkurses „Fit in Deutsch“. Angesprochen waren neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler, die maximal zwei Jahre in Deutschland leben. Schauplätze waren die Berufskolleg Ennepetal und Witten des Ennepe-Ruhr-Kreises.

„Nach den Sommer- und Herbstferien des vergangenen Jahres war es bereits das dritte Angebot dieser Art“, berichtet Irina Schumach vom Kommunalen Integrationszentrum. Ein Grund für die Wiederholung sei das Interesse der Jugendlichen gewesen, sie hätten gezielt nach weiteren Ferienangeboten gefragt.

„Dies sind natürlich beste Voraussetzungen, um das Ziel, die deutsche Sprache bei den Teilnehmern zu fördern, zu erreichen. Völlig freiwillig und in ihrer Freizeit stellen sie sich der Herausforderung, ihre Fähigkeiten zu verbessern“, so Schumach.

Sprachlernbegleiter übernehmen Betreuung

Der Unterricht wird dabei ebenso intensiv wie thematisch abwechslungsreich gestaltet, auch Spaß und ein freundschaftliches Miteinander kommen nicht zu kurz. Um dies zu fördern gab es beispielsweise Ausflüge, Billard und Kicker sowie ein gemeinsames Grillen.

Genau diese Mischung kommt bei den Wiederholungs-Teilnehmern bestens an. Sie wissen: Neben dem Lernen bietet „Fit in Deutsch“ eben auch die Chance, Freizeit in den Ferien sinnvoll zu gestalten und Freunde zu treffen.

Jede Ferienklasse wurde von zwei zu so genannten Sprachlernbegleitern ausgebildeten Personen begleitet. Diese Aufgabe kann beispielsweise von Lehrern, Lehramtsanwärtern oder -studenten sowie geeigneten Ehrenamtlichen oder Pensionären mit Lehrerfahrung übernommen werden.

Seit Sommer 2018 haben insgesamt 65 Kinder und Jugendliche an dem für sie kostenlosen Programm teilgenommen. Sie kamen aus Ägypten, Irak, Syrien, Nigeria, Albanien, Polen Tadschikistan, Bulgarien und Eritrea. Finanziert wird „Fit in Deutsch“ im Wesentlichen vom NRW-Ministerium für Schule und Bildung, 20 Prozent übernimmt der Ennepe-Ruhr-Kreis.