Für Morgen: Industrie wird Gesicht völlig verändern müssen

Mehr als 120 Teilnehmer folgten der Einladung zum 1. Industriegipfel Ennepe-Ruhr.

Mehr als 120 Teilnehmer folgten der Einladung zum 1. Industriegipfel Ennepe-Ruhr.

Gruppenbild mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze./Fotos: Sebastian Blesel

Gruppenbild mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze./Fotos: Sebastian Blesel

Der Enepe-Ruhr-Kreis wird auch in Zukunft wirtschaftlich von der Industrie geprägt sein - das war die gemeinsame Botschaft von Landrat Olaf Schade und den beiden IHK-Präsidenten Ralf Stoffels (SIHK zu Hagen) und Wilfried Neuhaus-Galladé (IHK Mittleres Ruhrgebiet) beim 1. Industriegipfel Ennepe-Ruhr.

Gemeinsam hatten die SIHK, die IHK Mittleres Ruhrgebiet und die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr in den Otto-Oehme-Saal der Demag Cranes & Components GmbH in Wetter eingeladen.

Innovation, Infrastruktur und Klima

Zahlreiche Unternehmensvertreter, aber auch Politiker und Verwaltungsspitzen waren der Einladung gefolgt. Prominenteste Teilnehmerin auf dem Podium war Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Ergänzt wurde die Runde um Dr. Christian Oberst (Senior Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln) und Knut Giesler (Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen).

Im Fokus standen die drei Themen Innovation, Infrastruktur und Klima. „Wenn wir weiterhin gute Arbeit in unserem Kreis wollen, dann brauchen wir unseren industriellen Mittelstand“, so Schade. Mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen forderten Stoffels und Neuhaus-Galladé ein. Doch sei die Industrie angesichts von Klimawandel, Digitalisierung oder Energie- und Verkehrswende heute extrem gefordert, neue Produkte und Verfahren zu entwickeln.

Neues Institut soll Innovationsprozesse begleiten

„Die Industrie von morgen wird ihr Gesicht völlig verändern müssen“, prognostizierte Neuhaus-Galladé. Die Bewältigung des Klimawandels werde aber nur mit und niemals gegen die Industrie gelingen, machten die Industrievertreter der Bundesumweltministerin deutlich.

„Wir brauchen die innovativen Lösungen der Industrie, wenn wir diese zentrale Zukunftsherausforderung meistern wollen“, betonte Stoffels. Doch zur Bewältigung der jetzt erforderlichen Transformationsprozesse in der Industrie benötige der Mittelstand Unterstützung.

Als nächster Schritt soll nun die Idee eines gemeinsam getragenen Instituts zur Begleitung von Innovationsprozessen in der heimischen Industrie im Ennepe-Ruhr-Kreis ausgearbeitet werden.

Quelle: Presseinformation der SIHK Hagen