Gisbert Holthey als ehrenamtliches Multitalent ausgezeichnet

Landrat Olaf Schade freut sich mit Gisbert und Elisabeth Holthey über die Auszeichnung./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Landrat Olaf Schade freut sich mit Gisbert und Elisabeth Holthey über die Auszeichnung./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Ratsherr, CVJM sowie Basketballverein und -verband, CDU, Modelleisenbahn-Verband sowie Heimat- und Verkehrsverein - Gisbert Holthey hat sich in den letzten Jahrzehnten auf vielen Feldern ehrenamtlich engagiert. Damit hat er sich in vorbildlicher Weise für das Wohl und Zusammenleben der Menschen in Herdecke und im Ennepe-Ruhr-Kreis eingesetzt.“ Mit diesen Worten hat Landrat Olaf Schade die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Herdecker überreicht. überreicht.

Keimzellen des Einsatzes für andere des heute 71-jährigen waren der CVJM Hagen, der SV Fortuna Hagen und der Westdeutsche Basketball-Verband. Dort ist Holthey seit Mitte der 60er, Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts aktiv.

Für den CVJM hat er unter anderem einen Jugendclub betreut. „Dieser wurde“, so berichtete Schade, „zum Treffpunkt für Drogenabhängige. Ein für die damalige Zeit sehr innovativer Ansatz in der Arbeit mit dieser Personengruppe.“ Ebenfalls beim CVJM, aber auch beim SV Fortuna war er als Basketballtrainer an der Linie zu sehen. Später folgten Aufgaben als Schiedsrichter und Schiedsrichterwart, stellvertretender Geschäftsführer auf Vereinsebene und Rechtswart auf Verbandsebene.

„Als Gisbert Holthey seine Erwerbstätigkeit bei der Deutschen Bahn 1999 aufgeben musste, war für ihn klar: Mit 50 Jahren bin ich zu jung, um die Hände zu Hause in den Schoß zu legen. Mit 50 Jahren bin ich alt genug, um der Gesellschaft mit meiner Lebenserfahrung und mit meinem Wissen weiter helfen zu können“, so Schade.

Gedacht, getan. Freuen durfte sich die CDU in Herdecke. Für diese sitzt Holthey seit 2004 im Stadtrat. Zudem trug er von 2004 bis 2018 als Stadtverbandsvorsitzender besondere Verantwortung. Wegbegleiter sehen in Holthey eine starke Säule der Lokalpolitik, schätzen sein Fachwissen, seine Sachlichkeit, seine Persönlichkeit. „Sie haben sich über das Maß für das Wohl der Herdeckerinnen und Herdecker verdient gemacht“, würdige der Landrat. Niemand dürfe vergessen, wie zeitaufwendig kommunale Mandate sowie damit auch verbundene Ämter in externen Gremien wie Sparkasse oder auch Städte- und Gemeindebund seien.

Und nicht nur das. Anders als in der so genannten „großen Politik“ bekämen die Menschen die Folgen der Stadträte-Entscheidungen - positiv wie negativ - viel unmittelbarer zu spüren. „Dies führt zu Lob, aber eben auch zu Kritik, die die Bürger sehr persönlich loswerden können und auch loswerden“, machte der Landrat deutlich. Wer hier überzeugen wolle und bestehen möchte, der müsse bereit sein, sich konstruktiv für die Sache der Gemeinschaft einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und Mut aufbringen wenn nötig auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Abgerundet wird das Engagement des ehrenamtlichen Multitalents Holthey durch seine Mitarbeiter im Herdecker Heimat- und Verkehrsverein sowie im Modelleisenbahn-Verband. Dort betreut er die Facebook Seite und ist als Fotograf aktiv.

„Dem ´Danke schön´ des Westdeutschen Basketballverbandes und des Basketballkreises Hagen, also der Ehrennadel in Gold 2006 und dem Ehrening 2014, folgt heute das ´Danke schön´ der Bundesrepublik Deutschland an Ihre Adresse. Herzlichen Glückwunsch zum Verdienstorden“, schloss Schade seine Laudatio.

Stichwort Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich verliehen. Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurden etwa 254.000 Menschen auf diese Weise für ihre Leistungen gewürdigt.

Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen anregen. Das Schreiben ist formlos an die Staatskanzlei des Bundeslandes zu richten, in dem der Vorgeschlagene wohnt. Die Anregung sollte neben Namen und Anschrift des möglichen Ordensempfängers auch Art und Umfang der Verdienste darstellen und Personen oder Organisationen nennen, die zu dem Vorschlag Stellung nehmen können. Übrigens: Wer seine eigene Auszeichnung anregt, kann nicht mit einer Verleihung des Verdienstordens rechnen.