Grundstücksmarktbericht zeigt: Preise für Immobilien sind gestiegen

Quelle: Grundstücksmarktbericht

Das Barometer zeigt auf einen Blick, wie sich Umsätze und Preise im Jahresvergleich entwickelt haben.

Quelle: Grundstücksmarktbericht

Weniger Verkäufe und Umsatz in Kombination mit steigenden Preisen für Grundstücke sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Diese Erkenntnisse über den Immobilienmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis liefert der aktuelle Grundstücksmarktbericht.

Um ihn zu erstellen, hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten fast 2.700 Kaufverträge aus dem letzten Jahr ausgewertet. Übermittelt werden sie dem Gremium von den Notaren.

„Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung erwerben oder sein Traumhaus bauen möchte, sollte stets im Hinterkopf haben: Bis zum tatsächlichen Einzug muss viel Geld investiert werden. Um dieses nicht in den Sand zu setzen, lohnt es sich, den Wert der Immobilie und die Marktlage bereits zu Beginn kritisch zu prüfen“, wirbt Jürgen Wagenbach, Vorsitzender des Gutachterausschusses, für einen Blick in das 88-seitige Druckwerk. Dies liefere Kauf- oder Bauwilligen wichtige und dazu noch kostenfreie Informationen.

Verkauf von Baugrundstücken ist rückläufig

Die wichtigsten Eckpunkte für die regionale Umsatz- und Preisentwicklung sind neben der Zahl der Kaufverträge - 2018 rund 100 weniger als 2017 - der Umsatz in Euro und der Verkauf in Hektar. Hier stehen für das letzte Jahr 600 Millionen Euro und 460 Hektar zu Buche. Ein Jahr vorher waren es noch 20 Millionen Euro und 60 Hektar mehr gewesen.

Der Blick ins Detail fördert unter anderem 105 verkaufte Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau zutage. Dies bedeutet Im Jahresvergleich 2017/18 wie bereits für 2016/17 einen Rückgang von rund 20 Prozent. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter lag kreisweit bei 252 Euro. Ein Plus von 8 Euro. Mit Blick auf die Städte gilt: Breckerfeld weist mit 190 Euro den niedrigsten, Sprockhövel mit 316 Euro den höchsten Durchschnittspreis auf.

Bodenrichtwert in Herdecke am höchsten

„Die Bodenrichtwerte haben wir aufgrund von Verkaufspreisen in einigen Bereichen des Kreises erhöht. Gleiches gilt für Richtwerte für landwirtschaftliche Grundstücke in Teilen des Nordkreises und in Breckerfeld“, berichtet Wagenbach. Bodenrichtwert-Spitzenreiter bleibt Herdecke. „Am Ahlenberg“ ist bei einer Grundstückgröße von 1.000 Quadratmetern und 360 Euro/Quadratmeter ein Preis von 360.000 Euro zu zahlen.

Für die Zahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser war im Jahresvergleich ein leichtes Minus (685/727), für die der Eigentumswohnungen ein leichtes Plus (908/873) zu verzeichnen. Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser betragen je nach Baujahr zwischen 223.000 und 410.000 Euro. Für eine neuerbaute, unterkellerte Doppelhaushälfte beziehungsweise ein Reihenendhaus wurden durchschnittlich 331.000 Euro (Vorjahr 335.000) gezahlt.

Viele Informationen im Internet verfügbar

Der mittlere Preis für Neubaueigentumswohnungen ist mit 2.840 Euro/Quadratmeter Wohnfläche bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 92 Quadratmetern um 80 Euro gestiegen. Die Quadratmeterpreise für Altbauwohnungen sind ebenfalls leicht gestiegen. Für Wohnungen der Baujahre 1985 bis 1994 sind im Durchschnitt 1.530 (1.470) Euro/Quadratmeter Wohnfläche fällig.

„Preisabweichungen nach oben oder unten ergeben sich natürlich durch Lage, Ausstattung und Alter der jeweiligen Wohnung“, macht Wagenbach deutlich. Generell gilt: Die höchsten Preise für Neubaueigentumswohnungen wurden in Herdecke erzielt.

Interessierte finden den aktuellen sowie ältere Grundstücksmarktberichte mit Angaben für den gesamten Kreis sowie die Städte und Bodenrichtwerte auf der Internetseite www.gutachterausschuss.en-kreis.de unter dem Menüpunkt „Produkte“.

Stichwort Gutachterausschuss für Grundstückswerte

Die Mitglieder des Gutachterausschusses werden von der Bezirksregierung Arnsberg für fünf Jahre bestellt. Sie kommen vorwiegend aus den Fachbereichen Architektur, Bau- und Immobilienwirtschaft, Bankwesen, Land- und Forstwirtschaft sowie Vermessungs- und Liegenschaftswesen.

Die Mitgliedschaft ist ehrenamtlich. Sitz des „Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten“ und seiner Geschäftsstelle ist Schwelm. Sie ist organisatorisch in die Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises eingebunden. Vorsitzender ist Jürgen Wagenbach, Leiter der Geschäftsstelle Klaus Teunißen.

Erreichbar ist die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter 02336/93 2401, K.teunissen(at)en-kreis.de  Die Anschrift lautet: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Hauptstraße 92, 58332 Schwelm.