Integration: Jetzt Fördergelder beantragen

Ablegen zum Austauschen hieß es kürzlich für rund 50 in der Integration engagierte Bürger aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Auch 2019 stehen für die Integration im Ennepe-Ruhr-Kreis Gelder aus dem Programm „KOMM-AN NRW“ zur Verfügung. Für ehrenamtliche Hilfsangebote für geflüchtete Menschen kann das Kommunale Integrationszentrum insgesamt 125.600 Euro verteilen. Die Anträge müssen bis Sonntag, 16. Dezember, im Schwelmer Kreishaus vorliegen. Die Antragsvordrucke können unter ki(at)en-kreis.de angefordert werden.

„Die mit dem Geld finanzierten Projekte helfen, die Neuankömmlinge in unsere Gesellschaft, in unsere Städte einzubinden, sie ankommen zu lassen“, sieht Landrat Olaf Schade die Landesmittel zwischen Herdecke und Breckerfeld, Gevelsberg und Hattingen gut investiert. Seit 2016 hat im Ennepe-Ruhr-Kreis die ehrenamtliche Arbeit von mehr als 60 Initiativen von den Fördergeldern profitiert.

Geld wirkt vielfältig

Durch das Programm werden gezielt Strukturen des sozialen Miteinanders und hier insbesondere Ankommenstreffpunkte unterstützt. Dort erhalten Geflüchtete die Möglichkeit, sich nach ihrer Ankunft räumlich, sprachlich, sozial und kulturell im neuen Umfeld einzufinden. Mit „KOMM-AN NRW“ können beispielsweise die Miete sowie das Renovieren und Ausstatten der Räume ebenso finanziert werden wie Weiterbildungen für Ehrenamtliche, die dort im Einsatz sind.

Das Geld wirkt aber vielfältiger. So haben sich Beratungs-, Unterstützungs- und Begleitangebote etabliert, es sind zahlreiche Sprachkursangebote, Ausflüge, Tanz- und Musikprojekte entstanden.

Engagierte tauschten sich bei Treffen aus

„Es ist schon eindrucksvoll, was mit den vergleichsweise wenigen Fördergeldern alles erreicht und auf die Beine gestellt werden konnte. Dies wird zu großen Teilen von Ehrenamtlichen getragen, die mit viel Energie und selbstlosem Engagement die Integrationsarbeit vorantreiben“, zieht Laura Kleinsimlinghaus vom Kommunalen Integrationszentrum nach drei Jahren eine positive Zwischenbilanz.

Welche Arbeit die einzelnen Ehrenamtsinitiativen im Kreis für die Integration der Geflüchteten leisten, das wurde erst kürzlich auf der MS Friedrich Harkort deutlich. Bei einer Bootstour auf dem Harkortsee tauschten sich rund 50 Engagierte über ihre gelungenen Projekte aus.