Kampagne gegen Häusliche Gewalt

Mit den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise steigt das Risiko für Frauen, Opfer häuslicher Gewalt zu werden. Deshalb startet der Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen in NRW gemeinsam mit dem Apothekerverband Westfalen-Lippe eine Informationskampagne gegen häusliche Gewalt.

Die einen genießen es, in der Corona-Krise mit dem Partner und der Familie mehr gemeinsame Zeit zu Hause zu verbringen. Für die anderen führt so viel Nähe zu einer Gefahr für Leib und vielleicht sogar Leben. Ihnen soll mit der Kampagne geholfen werden.

1.800 Apotheken vermitteln Informationen

In den kommenden Wochen werden in den Apotheken Westfalen-Lippes Hinweiszettel mit den Kontaktdaten wichtiger Anlaufstellen ausliegen. Zielgruppen sind Opfer häuslicher Gewalt sowie diejenigen, die Rat brauchen, wie Opfern geholfen werden kann.

„Der Gang zur Apotheke ist derzeit eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen Opfer häuslicher Gewalt den eigenen vier Wänden entkommen können“, erklärt Aysel Sırmasaç, Geschäftsführerin des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstellen NRW die Aktion. Das dichte Netzwerk von 1.800 Apotheken in Westfalen-Lippe sei gut geeignet, die Informationen zu vermitteln, wo Gewaltopfer Hilfe finden können.

Frauenberatung.EN länger erreichbar

„Die Apotheken vor Ort sind für die Menschen niedrigschwellige und vertraute Anlaufstellen im Dorf, im Viertel oder im Wohnquartier“, erklärt Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

Auch die Frauenberatung.EN ist an der Kampagne beteiligt. Sie hat zudem ihre telefonische Erreichbarkeit erhöht und ist unter Tel.: 02336/475 9152 aktuell montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr erreichbar. Die Email Adresse lautet info@frauenberatung-en.de.