Klimaschutz: Auszubildende schulen Auge für Energieeinsparpotenziale

Djarmila Dörner, Alessa Ve Langenbruch, Sera Boncuklu und Carolin Pelz werden als Energie-Scouts in der Kreisverwaltung aktiv. Begleitet werden sie von Jörg Hammes (links) und Selina Köhncke (rechts). Landrat Olaf Schade begrüßt das Projekt in Sachen Klimaschutz./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Sera Boncuklu, Djarmila Dörner, Alessa Ve Langenbruch und Carolin Pelz haben sich viel vorgenommen. Die vier lassen sich in der Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises nicht nur für den mittleren Dienst ausbilden, parallel nimmt das Quartett noch bis November am Projekt „Energie-Scouts“ der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen teil.

„Am Ende mehrerer Workshops werden die Auszubildenden in der Lage sein, selbstständig Energieeinsparpotenziale in unseren Gebäuden zu erkennen und zu dokumentieren sowie Verbesserungen anzuregen. Zudem lautet ihre Aufgabe ein eigenes Energieeffizienzprojekt zu entwickeln und umzusetzen“, berichtet Selina Köhncke. Die Mitarbeiterin aus dem Sachgebiet kaufmännisches Gebäudemanagement betreut das Vorhaben.

Die Auszubildenden leisten Pionierarbeit

Auf dem Programm stehen neben technischen Grundlagen, Kenntnisse über betriebliche Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz, Projektmanagement, Kommunikations- und Präsentationstechniken und betriebliches Mobilitätsmanagement. Bei Betriebsführungen gewinnen die Teilnehmer interessante Einblicke in andere Branchen und Betriebe und profitieren vom Erfahrungsaustausch untern den Teilnehmern.

Boncuklu, Dörner, Langenbruch und Pelz leisten für die Kreisverwaltung Pionierarbeit. Erstmals werden die Aspekte Energieeffizienz und Klimaschutz in dieser Form in die Ausbildung integriert.

„Im Blick haben wir dabei vor allem die persönliche Entwicklung und das Verantwortungsbewusstsein der Auszubildenden. Zudem bieten wir ihnen die Chance, ein eigenes Projekt zu entwickeln und eine Zusatzqualifikation zu erwerben“, nennt Landrat Olaf Schade die Motive für die Teilnahme.

Wertvolle und sinnvolle Hinweise an Kollegen sind eingeplant

Ein Weniger an Kosten und ein Mehr an Klimaschutz kalkuliert die Kreisverwaltung aber natürlich auch ein. Einmal für den bewussten Umgang mit Strom, Wärme und Wasser sensibilisiert, werden die Auszubildenden in ihrem Umfeld die Augen aufhalten. „Wertvolle und sinnvolle Hinweise an Kollegen inklusive. Durch die Aktivitäten unserer zunächst vier ´Energie-Scouts´ dürften Energie- und Ressourcenverschwendung mit Sicherheit stärker in den Fokus aller Beschäftigten rücken“, ist Köhncke sich sicher.

Die „Energie-Scouts“ sind in der Kreisverwaltung Teil der seit dem letzten Jahr laufenden Kampagne „mission E“. Das Konzept dafür wurde von der EnergieAgentur NRW entwickelt und wird inzwischen von vielen Kommunen und öffentlichen Einrichtungen umgesetzt.

Das „E“ steht für Energie, Effizienz, Einsparung und Emission sowie für das Engagement jedes Einzelnen. Ziel ist es, die fast 1.300 Beschäftigten für energiebewusstes Verhalten zu gewinnen. Die Einsparpotentiale, die möglich sind, liegen beim Strom bei gut 15 Prozent, bei der Wärme bei 20 Prozent.