Kohlenmonoxid: Aktionswoche wirbt für Warngeräte

Fotos: Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Fotos: Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Allein in den ersten sechs Wochen diesen Jahres sind in Deutschland laut Medienberichten 72 Menschen durch Kohlenmonoxid in ihren Wohnungen verletzt worden. Fünf Personen sind an einer CO-Vergiftung verstorben.

„Kohlenmonoxid ist als Gesundheitsrisiko kaum bekannt. Die meisten Menschen kennen nicht einmal die Quellen des farb-, geruch- und geschmacklosen Atemgiftes. Als solche kommen beispielsweise Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen sowie verstopfte Abluftrohre infrage“, weiß Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Auch der unsachgemäße Gebrauch von Heizpilzen oder Grills in geschlossenen Räumen stelle eine häufige Unfallursache dar.

Initiative will auf Lebensgefahr hinweisen

Mit einer Aktionswoche soll die Öffentlichkeit daher für das Thema sensibilisiert und über geeignete Vorsorgemaßnahmen informiert werden. Doch auch, wer seine Heizung regelmäßig warten lässt, hat keine hundertprozentige Sicherheit. Diese bietet nur ein CO-Melder. Er schlägt Alarm, wenn der „stille Mörder“ in zu hoher Konzentration in der Luft ist. Das Gerät ist in Größe und Funktion einem Rauchmelder vergleichbar.

Initiiert wurde die Aktionswoche von der neu gegründeten Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Sie wurde 2018 in Düsseldorf gegründet.

Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Feuerwehrverband, der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, die Arbeitsgemeinschaft Notärzte in NRW, der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik sowie verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxidmeldern.

Logo: Kanarienvogel stand Pate

Für das Logo der Kampagne „CO macht K.O.“ stand ein gelber Kanarienvogel Pate. Diesen nutzten die Bergleute, als es noch keine technischen Messgeräte gab, um sich vor lebensgefährlichen Kohlenmonoxidkonzentrationen in der Luft zu schützen.

Die Bergleute trugen die Kanarienvögel in kleinen Käfigen in den Stollen bei sich. Hörten die Vögel auf zu singen und fielen innerhalb von zwei bis drei Minuten tot von der Stange, hatten die Arbeiter gerade noch Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Stichwort Kohlenmonoxid-Melder

Das Gerät überwacht permanent die CO-Konzentration der Umgebungsluft und erkennt bereits geringe Mengen des Atemgiftes. Kohlenmonoxid-Melder sollten in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie mindestens in Räumen mit brennstoffbetriebenen Geräten installiert werden. „Wenn ein CO-Melder Alarm auslöst oder es einen Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung gibt, sollte man schnell reagieren und das Haus sofort verlassen. Wer sich in Sicherheit gebracht hat, ruft über den Notruf 112 die Feuerwehr", rät Ziebs.

Weitere Informationen unter www.co-macht-ko.de.