Kommunale Jobcenter starten Aktionen vor Ort

Nach 2019 organisieren die 104 kommunalen Jobcenter 2022 zum zweiten Mal eine bundesweite Aktionswoche. Mit der Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort“ wollen sie noch bis zum 26. Juni auf die besondere Bedeutung der kommunalen Verankerung der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik aufmerksam machen. Unterstützt werden die Aktivitäten vom Deutschen Städtetag und vom Deutschen Landkreistag.

Langzeitarbeitslosigkeit ist kein isoliertes, abgrenzbares Problem. Sie kann nur unter Einbeziehung der gesamten örtlichen Sozial- und Hilfestruktur wirksam und nachhaltig verringert werden.

Vor allem benötigen die Betroffenen, die oft nicht nur von Arbeitslosigkeit, sondern von zahlreichen weiteren finanziellen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Problemen belastet sind, eine ortsnahe Unterstützung, die den Menschen als Mitbürger in den Blick und helfend an die Hand nimmt.

Jobcenter EN ist Teil der Kreisverwaltung

Das und vieles mehr leisten täglich die so genannten Optionskommunen: Kreisfreie Städte und Kreise, die sich entschieden haben, anstelle einer Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, die Leistungen für Erwerbslose eigenverantwortlich in kommunalen Jobcentern zu erbringen.

Von den bundesweit 104 kommunalen Jobcentern befinden sich mit 18 die meisten in Nordrhein-Westfalen. Zu ihnen zählt auch das Jobcenter EN, als Fachbereich organisatorisch ein Teil der Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Tagtäglich sorgen die kommunalen Jobcenter in NRW für 350.000 Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung benötigen. Sie sind für ein Gebiet mit insgesamt sechs Millionen Einwohnern zuständig und integrieren pro Jahr rund 80.000 Menschen in nachhaltige Jobs.

Veröffentlichungen, Ausstellungen, Workshops

Das Jobcenter EN beteiligt sich mit Interviews mit Mitarbeitenden, die einen „Blick hinter die Kulissen“ möglich machen, an der Aktionswoche. Das kommunale Jobcenter im Kreis Düren präsentiert in der Ausstellung „Von Dinos, Robotern und Marilyn - alternative Kunst-Objekte" Exponate aus Ausbildungs- und Qualifizierungsprojekten und stellt das Modellprojekt „Jobcenter und Gesundheit - Erfolg trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen“ vor.

Das Jobcenter im Kreis Lippe befasst sich in einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik mit Fragen der Arbeitsmarktintegration - insbesondere von Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine und Frauen. Im Jobcenter des Hochsauerlandkreises wird ein Blick auf die Wirkungen des Teilhabechancengesetzes geworfen.