Kommunales Integrationszentrum informiert über Schulsystem und Pflege

Sören Klehm informierte über die Teilnehmer über das Pflegesystem./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Sören Klehm informierte über die Teilnehmer über das Pflegesystem./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Sich austauschen, Informationswünsche ermitteln, Veranstaltungen zielgerichtet anbieten - diesem Dreiklang folgt ein neues Angebot des Kommunalen Integrationszentrums für den Ennepe-Ruhr-Kreis. Bei einem Termin mit den Frauen der DITIB Türkisch Islamische Gemeinde zu Schwelm hatten Mitarbeiter erfragt, welche Themen von Interesse sind, wo fachkundige Auskünftige hilfreich wären.

„Die Wahl fiel auf das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen sowie Pflege im Allgemeinen“, berichtet Sophie Eduful vom KI. Gemeinsam mit den Referenten Michaela Hartmann und Sören Klehm wurden zwei Veranstaltungen organisiert.

Referent lieferte praxisnahen Überblick

Hartmann, Mitglied des Kompetenzteams des Ennepe-Ruhr-Kreises, erklärte den Teilnehmerinnen unter anderem, welche Schulformen es gibt, wie der Übergang von der Grund- in die weiterführenden Schulen gestaltet wird und welche Abschlüsse erworben werden können. Klehm, Pflegeberater der Stadt Schwelm, lieferte einen praxisnahen Überblick über die Leistungen der Pflegekasse sowie die fünf Pflegegrade und erläuterte, wie diese in Anspruch genommen werden können.

„Um den Teilnehmerinnen das Verstehen zu erleichtern sowie Austausch und Rückfragen zu ermöglichen, hat ein Mitglied unseres Laien-Sprachmittlerpools das Gesagte auf Türkisch übersetzt“, berichtet Eduful.

Premiere wurde zur Win-win-Situation

Für sie hat bereits die Premiere dieses bedarfsorientierten Angebotes die Win-win-Situation für alle Beteiligten gezeigt. Die Teilnehmer erhalten wichtige Informationen in ihrer Muttersprache, können Fragen klären und lernen lokale Ansprechpartner kennen. „Dies senkt Hemmschwellen, um zukünftig bestehende Angebote zu nutzen“, ist sich Eduful sicher.

Für die Referenten gilt: Ihnen wird der Zugang zu Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die bisher vergleichsweise selten nach Auskünften fragen, erleichtert.

Nach der gelungenen Premiere wird das KI das Informationsangebot fortsetzen. Migrantenorganisationen aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis sind aufgerufen, Themenwünschen zu äußern. Ansprechpartner dafür ist Armin Sućeska, Tel.: 02336/93 2080, Email: a.suceska@en-kreis.de.