Kreis rät: BAföG-Leistungen frühzeitig beantragen

Foto: Uvk/Ennepe-Ruhr-Kreis

BAföG ist nicht nur etwas für Studenten. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) macht es auch möglich diejenigen finanziell zu unterstützen, die sich für eine schulische Ausbildung entschieden haben.

Ein Antrag kann sich lohnen, denn Schüler BAföG wird in voller Höhe als Zuschuss gewährt. Die Unterstützung muss also nicht zurückgezahlt werden. Auf diese Fakten macht jetzt der Ennepe-Ruhr-Kreis aufmerksam. Die Kreisverwaltung ist – im Gegensatz zum Studenten-BAföG - Ansprechpartner für das Schüler-BAföG.

Erfahrungsgemäß ist die Zahl der Anträge, die beim Amt für Ausbildungsförderung des Kreises zu Beginn eines neuen Schuljahres eingehen, hoch. Längere Bearbeitungszeiten und Wartezeiten auf die Förderung können die Folge sein.

Alle Jahre wieder ist ein neuer Antrag nötig

„Wer dies vermeiden möchte, reicht seinen Erstantrag bereits ein, wenn ihm die Zusage für einen Schulplatz vorliegt“, lautet daher der Ratschlag aus dem Schwelmer Kreishaus. Mit anderen Worten: Wer die Unterlagen frühzeitig einreicht, kann bei Vorlage aller notwendigen Unterlagen damit rechnen, zu Beginn der Ausbildung schon BAföG zu erhalten.

Für Folgeanträge gilt: Um Zahlungsunterbrechungen zu verhindern, müssen diese zwei Monate vor Ablauf des jeweils einjährigen Bewilligungszeitraumes vorliegen.

Höhe des BAföG ist unterschiedlich

Als Beispiele für förderfähige Bildungsgänge nennt der Kreis berufsqualifizierende Abschlüsse wie die zum Sozialassistenten, Kinderpfleger, Erzieher oder Physiotherapeuten sowie alle Assistenzberufe. Ebenfalls Schüler-BAföG erhalten können diejenigen, die Schulen des zweiten Bildungsweges besuchen. Hierzu zählen beispielsweise die Abendrealschule (ab Semester 3) sowie die Fachoberschule 12 B und die Kollegausbildung.

Die Höhe des BAföG für das Schuljahr 2018/2019 hängt neben dem Einkommen und Vermögen des Auszubildenden unter anderem auch vom Einkommen der leiblichen Eltern ab. Während bei Auszubildenden das Einkommen und Vermögen im Bewilligungszeitraum berücksichtigt wird, liefern bei den Eltern die Einkommensverhältnisse des Jahres 2016 den Maßstab für die Berechnung. Ausnahme: Ist das derzeitige Elterneinkommen wesentlicher niedriger, wird eine Aktualisierung möglich. Die Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.

Informationen auch im Internet

Informationen beispielsweise darüber, ob eine Ausbildungsstätte oder ein Ausbildungsgang im Sinne des BAföG als förderfähig anerkannt ist, erhalten Interessierte von den Mitarbeitern des Amtes für Ausbildungsförderung bei der Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises. Erreichbar sind sie montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Tel.: 02336/93 2256, 93 2261 und 93 2217.

Informationen im Internet unter www.bafoeg.bmbf.de.