Kreispolizeibehörde zieht an den Strückerberg in Ennepetal

Freuen sich auf die das neue Gebäude: Olaf Schade, Claus Jacobi, Imke Heymann, Polizeidirektor Frank Kujau, Christoph Schöneborn, Vorsitzender des Polizeibeirats, Bettina Unger, Mitglied der Projektleitung des Kreises, Ruth Veronika Nienhaus, Architektin JBR Partner, Volker Müller, KPBAG Immobilien und Klaus Vietor, Kreispolizeibehörde

Freuen sich auf das neue Gebäude: Olaf Schade, Claus Jacobi, Imke Heymann, Polizeidirektor Frank Kujau, Christoph Schöneborn, Vorsitzender des Polizeibeirats, Bettina Unger, Mitglied der Projektleitung des Kreises, Ruth Veronika Nienhaus, Architektin JBR Partner, Volker Müller, KPBAG Immobilien und Klaus Vietor, Kreispolizeibehörde

In diesem Gebäude sollen 300 Polizistinnen und Polizisten ab 2023 einen modernen Arbeitsplatz haben.

In diesem Gebäude sollen 300 Polizistinnen und Polizisten ab 2023 einen modernen Arbeitsplatz haben.

13.000 Quadratmeter Grundstück und 277 Räume auf 9.000 Quadratmetern Gebäudefläche, ein offener und einladender Eingangsbereich als Zeichen für Bürgernähe sowie eine speziell auf die Polizei zugeschnittene Funktionalität und Sicherheit  - dies sind einige Markenzeichen des Gebäudes, in das die Kreispolizeibehörde 2023 einziehen soll. Die Pläne wurden jetzt im Schwelmer Kreishaus vorgestellt.

„Bisher getrennt untergebrachte Bereiche der Kreispolizeibehörde zu zentralisieren, 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld und moderne Büros zu bieten sowie die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zukünftig in gewohnter Form zu gewährleisten, dies waren und sind mir persönlich große Anliegen“, betonte Landrat Olaf Schade in seiner Rolle als Leiter der Kreispolizeibehörde. Der Entwurf spiegele auch das wider, für was die Kreispolizeibehörde stehe, sie sei bürgerorientiert, professionell und rechtsstaatlich.

Sechs Bereiche aus vier Städten zukünftg unter einem Dach

Zur Erinnerung: Der Bau des Gebäudes war europaweit ausgeschrieben worden, Ennepetal und Gevelsberg hatten sich mit je einem Grundstück als Standorte beworben. Am Ende hatte der Entwurf des Gummersbacher Investors KPBAG Immobilien GmbH und des Münsteraner Architekturbüros JBR Partner die Nase vorn. Umsetzen werden sie ihn für rund 30 Millionen Euro auf einem Grundstück am Strückerberg in Ennepetal.

Die Unterschriften unter den Mietvertrag waren zum einen der Schlusspunkt unter die Ausschreibung, zum anderen der Startschuss für die praktische Umsetzung. Sie soll in gut drei Jahren abgeschlossen sein. Dann werden im neuen zentralen Hauptgebäude der Kreispolizeibehörde bisher sechs auf vier Städte verteilte Organisationseinheiten unter einem Dach zuhause sein, kürzere Entscheidungswege inklusive.

Bezirksdienststellen bleiben Ansprechpartner

„Ich bin sicher, dieses neue Gebäude am zentralen Standort Strückerberg wird ein echter Gewinn für die Menschen in der Region und für die Polizei“, freut sich Ennepetal Bürgermeisterin Imke Heymann über das Ergebnis der Ausschreibung.

Vom Gevelsberger Amtskollegen Claus Jacobi nahm sie Glückwünsche für den Zuschlag entgegen. Gleichzeitig betonte er: „Was die zukünftige Polizeipräsenz in Gevelsberg angeht, werden wir bereits in Kürze gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde ein Konzept vorstellen.

Klar ist schon heute: Der Bau des Zentralgebäudes ist in keinster Weise gleichbedeutend mit dem Aus für den Bezirksdienst. Den so genannten „Schutzmann an der Ecke" wird es auch zukünftig geben, die Bezirksdienststellen in Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm werden vor Ort Ansprechpartner für die Bürger bleiben. „Und auch der Streifendienst wird wie gewohnt die Sicherheit in den Kommunen gewährleisten‘, so Schade.

Positive Effekte für Zusammenarbeit und Abstimmungen zwischen Polizei sowie Feuerwehr, Rettungdienst und Bevölkerungschutz verspricht er sich von der ebenfalls am Strückerberg vom Ennepe-Ruhr-Kreis geplanten Ansiedlung des Gefahrenabwehrzentrums für den Ennepe-Ruhr-Kreis.

Stichwort Kreispolizeibehörde

Die Kreispolizeibehörde ist für Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter (Ruhr) zuständig. Witten als neunte kreisangehörige Stadt zählt hingegen zum Polizeipräsidium Bochum.

Polizeiwachen gibt es derzeit in Ennepetal (zuständig für Breckerfeld, Ennepetal und Schwelm), Gevelsberg, Hattingen (zuständig für Hattingen und Sprockhövel) und Wetter (Ruhr) (zuständig für Herdecke und Wetter).

Die Wachen in Hattingen und Wetter bleiben ab 2023 erhalten, die Wachen in Ennepetal und Gevelsberg werden im neuen Gebäude am Strückerberg in Ennepetal zusammengelegt.