Kreissinfonieorchester: „Alle reden vom Wetter… Wir auch“

Geigerin Emilia und Isabel Pfeil (sitzend) warben im Vorfeld zusammen mit Bernd Wolf, Thomas Alexander (Volksbank Sprockhövel Marketing), Olaf Schade, Gunnar Wirth und Peter Brand für die Konzerte in Hattingen und Gevelsberg./Foto: Kreissinfonieorchester

„Alle reden vom Wetter… Wir auch“ - unter dieses Motto hatte das Kreissinfonieorchester sein diesjähriges Programm gestellt. Besucher der Konzerte in Hattingen und Gevelsberg waren von der damit verbundenen musikalischen Vielfalt überrascht. „Denn“, so die Macher, „man glaubt gar nicht, was sich zu diesem Thema alles in der Orchesterliteratur finden lässt. Beim Zusammenstellen des Programms hatten wir die Qual der Wahl. Zu hören sein werden Werke aus der Barockzeit, aus Klassik und Moderne sowie - schon fast traditionell - Filmmusik.“

„Der Ennepe-Ruhr-Kreis fördert das Orchester seit acht Jahren. Es bietet jungen talentierten Nachwuchskünstlern eine musikalische Heimat und Bühne“, macht Landrat Olaf Schade deutlich. Höhepunkte des Zusammenspiels der rund sechzig Musiker aus allen Städten an Ennepe und Ruhr seien alljährlich die Konzerte.

Besonderheit in diesem Jahr: Nach den Auftritten im März ist am Samstag, 30. Juni, ein Beitrag zur Extraschicht geplant. Im Rahmen der langen Nacht der Industriekultur spielt das Orchester im LWL Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen auf.

Geprobt wurde auch mit den Bochumer Symphonikern

Die Proben für die Auftritte mit ihrem anspruchsvollen Programm liefen über Wochen. Die Dirigenten Gunnar Wirth, Bernd Wolf und Wolf-Dieter Schäfer sowie Konzertmeisterin Christiane Büscher hatten eine Vielzahl von Terminen angesetzt. Probewochenende mit Musikern der Bochumer Symphoniker inklusive.

„An erster Stelle stand und steht neben der Freude am gemeinsamen Musizieren das Ziel, sich die Orchesterwerke mit einem gewissen Anspruch zu erarbeiten und dem Publikum präsentieren zu können“, berichtet Peter Brand, Leiter der Hattinger Musikschule und einer der Väter des Orchesters.

Zusammen mit Schäfer und Wolf hatte Brand bereits 2003 eine Kooperation zwischen Musikschule und Gymnasien in Hattingen auf den Weg gebracht. Angetrieben von der Einsicht: Engagierte junge und junggebliebene Musiker haben nur eine Chance auf groß besetzte Orchestermusik, wenn die Kräfte gebündelt werden.

Kreissinfonieorchester bietet Blick über den Tellerrand

Das Experiment war ein Erfolg. Die Jungen Hattinger Sinfoniker konnten zu ihren Frühjahrskonzerten stets ausverkaufte Konzertsäle vermelden. 2009 öffneten die Initiatoren mit Unterstützung des damaligen Landrates Dr. Arnim Brux das Orchester für Interessierte außerhalb der Hattinger Stadtgrenzen und luden zu Konzerten in weiteren kreisangehörigen Städten ein.

Die Idee, fortgeschrittenen und engagierten Musikern außerhalb ihrer Schule und Musikschule eine zusätzliche Möglichkeit zu bieten, sich und ihr Können zu präsentieren und zu verbessern, hat sich längst mehr als bewährt. „Das Kreissinfonieorchester bietet hervorragende Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Es stellt keine Konkurrenz zu den übrigen Orchestern dar. Es steht in der Mitte zwischen den Orchestern der Städte und des Landes“, zeigt sich Brand zufrieden.

Weitere Informationen über das Kreissinfonieorchester unter www.kreissinfonieorchester-en.de.