Kreissportbund: Landrat lobt Zusammenhalt und Engagement

Dirk Engelhard

Dirk Engelhard

Dirk Engelhard bleibt Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes Ennepe-Ruhr - auf der digitalen Mitgliederversammlung wählten ihn die 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einstimmig wieder.

Anders als die weiteren Vorstandsmitglieder - Axel Sommerfeldt, Beate Vohwinkel, Matthias Kiehm, Michael Heise, Lars Mittkowski und Sarah Quirbach - wird Engelhard seine Aufgabe aber nur für ein Jahr übernehmen. Für 2023 kündigte er seinen Rückzug an. Als seine Nachfolgerin soll - so der Vorstand - auf der nächsten Mitgliederversammlung Sabine Kelm-Schmidt vorgeschlagen werden.

Neue Sportförderrichtlinie

In seiner Begrüßung hatte Landrat Olaf Schade den enormen Zusammenhalt der Vereine im Ennepe-Ruhr-Kreis, das Engagement der Freiwilligen und Ehrenamtlichen sowie die enge Zusammenarbeit von Kreissportbund, Stadtsportverbänden und Vereinen gewürdigt.

„Rückblickend hervorzuheben ist die mit Kreisverwaltung und -politik überarbeitete Sportförderrichtlinie. Die Qualifizierungsarbeit wird jetzt mit jährlich 10.000 Euro gefördert. Die verlässlichen Zuschüsse für Sportgeräte und den Jugendleistungssport wurden ebenfalls leicht erhöht und im Verfahren angepasst“, so Schade.

„Alltag muss wieder bewegter werden"

In einem Impulsvortrag rückte Volker Grabow, Sportwissenschaftler an der TU Dortmund, die negativen Folgen der Coronapandemie für Kinder und Jugendlichen in den Blickpunkt. „Hier habe ich - bezogen auf die fehlenden Sport- und Bewegungsangebote für die Kinder - einen Aufschrei in der Gesellschaft vermisst.“ 

Motorische Basiskompetenzen hätten sich bereits vor der Pandemie stetig verschlechtert. Jetzt gelte es, die zusätzliche Coronahypothek gemeinsam abzubauen. „Der Alltag muss wieder bewegter werden, wir brauchen attraktive Sportangebote, gut ausgebildete Trainer und Übungsleiter sowie ausreichend Sporträume“, so Grabow.

Aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport

Ebenfalls thematisiert wurden auf der Versammlung Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport. Wie viele andere haben  sich hier auch der Kreissportbund und seine Sportjugend auf den Weg gemacht. Prävention und Intervention im Ennepe-Ruhr Kreis sollen ausgebaut werden. Bis Ende 2023 sollen alle zentralen Aufgaben des Qualitätsbündnisses des Landessportbundes erfüllt sein. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich hier.