Kreistag verlängert Förderung ambulant betreuter Wohngemeinschaften

Mit seinem Beschluss hat der Kreistag die Förderung bis 2020 verlängert./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Errichtung und der Betrieb von ambulant betreuten Wohngemeinschaften für pflegebedürftige und demenzerkrankte Menschen werden im Ennepe-Ruhr-Kreis auch weiterhin gefördert. Der Kreistag hat eine entsprechende Richtlinie in seiner letzten Sitzung bis Ende 2020 verlängert und für die nächsten zwei Jahre jeweils 50.000 Euro bereitgestellt.

Damit gilt auch weiterhin: Heimische ambulante Pflegedienste sowie Fördervereine, deren alleiniger Vereinszweck die Förderung einer ambulanten Wohngemeinschaft ist und die im Vereinsregister eingetragen sind, können Fördermittel beantragen. Diese sind für die „Anschubfinanzierung“ vorgesehen.

Förderung gibt es seit 2014

Der Kreis beteiligt sich dabei zum einen an Investitionskosten für die erstmalige sächliche Ausstattung der Gemeinschaftsfläche in der Wohngemeinschaft. Zum anderen springt er auch ein, wenn in der Anfangsphase Räume der Wohngruppe nicht belegt sind und es so zu Mietausfällen kommt. Die maximalen Fördersummen liegen bei 15.000 (Investitionskosten) beziehungsweise 7.500 Euro (Mietausfall) pro Wohngemeinschaft.

Kreisverwaltung und Kreistag sehen in dem 2014 geschaffenen Angebot einen Beitrag, um die Altenhilfe- und Pflegestrukturen im Ennepe-Ruhr-Kreis weiter zu entwickeln. In den letzten vier Jahren haben davon vier Wohngemeinschaften profitiert. Drei wurden von der Evangelischen Stiftung Volmarstein in Ennepetal und Witten eingerichtet. Eine vom ambulanten Pflegedienst dreizett Plus in Gevelsberg. Insgesamt bieten sie 47 Plätze.

Weitere Auszahlungen sind absehbar

„Die Evangelischen Stiftung wurde von uns mit insgesamt 50.500 Euro unterstützt, dreizett Plus mit 15.000 Euro“, berichtet Astrid Hinterthür, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit im Schwelmer Kreishaus.

Für die nächsten Monate rechnet sie mit weiteren Auszahlungen. Abgestimmte Planungen liegen für weitere fünf Wohngemeinschaften vor. Sie sollen in Hattingen, Wetter und Witten entstehen und 42 Plätze bieten.

„Wünschenswert“, so Hinterthür, „wäre mindestens eine Wohngemeinschaft in jeder der neun kreisangehörigen Städte.“ Dies wäre ein deutliches Plus für die Angebotsvielfalt, ein Schritt in Richtung des gesetzlich verankerten Grundsatzes „ambulant vor stationär“ und eine Alternative für die älteren, pflegebedürftigen Menschen, die kein Interesse an einer stationären Heimunterbringung haben.

Ansprechpartner für interessierte Pflegedienste und Fördervereine ist Bernd Biewald, Telefon: 02336/93 2268, Email b.biewald(at)en-kreis.de. Die Förderrichtlinien finden sich zudem auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.en-kreis.de.