Kreisverwaltung fährt Dienstbetrieb höher, Terminpflicht bleibt

Die Türen der Dienststellen der Kreisverwaltung öffnen sich für Bürger wieder schneller. Termine bleiben aber Pflicht. Zudem gelten klare Vorgaben für die Hygiene./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Türen der Dienststellen der Kreisverwaltung öffnen sich für Bürger wieder schneller. Termine bleiben aber Pflicht. Zudem gelten klare Vorgaben für die Hygiene./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Dringend? Unaufschiebbar? Ganz wichtig? Von einem klaren „Ja“ hing es in den letzten Wochen ab, ob Bürger einen Termin im Schwelmer Kreishaus erhalten haben. Ab Montag, 18. Mai, ändert sich das: Mit Beginn der neuen Woche vergeben die Mitarbeiter der Sachgebiete deutlich mehr und schneller Termine, damit Bürger ihre Anliegen mit der Kreisverwaltung klären können. Eine abweichende Regelung gilt allerdings für das Jobcenter EN.

Grundsätzlich bleibt es also bei der seit Mitte März geltenden Regelung: Die Türen der Dienststellen sind geschlossen, sie öffnen sich nur für diejenigen, die einen Termin haben. Ansprechpartner für Termine sind die jeweils zuständigen Sachbearbeiter.

Mund-Nasen-Schutz tragen

Mit einer Reihe von Vorkehrungen wollen die Verantwortlichen im Schwelmer Kreishaus Bürger und Beschäftigte vor dem Coronavirus schützen. Um den Zu- und Abgang in den Dienststellen kontrollieren zu können, holen die Mitarbeiter die Kunden am Eingang ab und bringen sie nach dem Termin dorthin zurück. Für Besucher besteht grundsätzlich die Pflicht, durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, die Beschäftigten nutzen ihn, wenn sie die Kunden begleiten.

In den Büros sorgen Hustenschutz aus Plexiglas für Sicherheit. Um im Falle eines Falles Infektionsketten verfolgen zu können, führt jedes Sachgebiet Listen, in dem die notwendigsten Daten der Besucher erfasst werden. Diese werden nach vier Wochen vernichtet. Zum Schutzprogramm zählen zudem Desinfektionsmittel für die Hände sowie ein erhöhter Reinigungsintervall für Büros und Arbeitsplätze.

Sicherheitsdienst unterstützt

„Von der ´Vor-Corona-Behörden-Normalität´ sind wir trotz dieser Änderungen natürlich noch ein ganzes Stück entfernt. Wir wagen aber quasi den Einstieg in die ´Während-Corona-Behörden-Normalität´. Damit das gelingen kann, sind wir neben dem Engagement unserer Mitarbeiter natürlich auf das Verständnis und die Unterstützung der Bürger angewiesen“, macht Landrat Olaf Schade für die Kreisverwaltung deutlich. Für die publikumsintensiven Dienststellen kündigt er den vorsorglichen Einsatz eines Sicherheitsdienstes an. „Damit haben seit der Wiedereröffnung des Straßenverkehrsamtes in Schwelm und der Zulassungsstelle in Witten Ende April sehr gut Erfahrungen gemacht.“

Aus dem Jobcenter EN heißt es: Derzeit steht für die Beschäftigten das Bewältigen der hohen Zahl der Neuzugänge im Fokus. Allein im letzten Monate lag ihre Zahl mit 729 für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresmonat.

Terminabspracher wird zur Pflicht

Persönliche Beratungsgespräche planen die Verantwortlichen für die Zeit ab Dienstag, 2. Juni. Schon heute ist klar: Auch in den Regionalstellen des Jobcenters EN wird eine vorherige Terminabsprache Pflicht und Zugangsberechtigung sein. In den Gesprächen soll es vor allem um die Integration in den Arbeitsmarkt gehen. Dabei wird der bestmögliche Gesundheitsschutz für Bürger und Mitarbeiter berücksichtigt.

„Völlig unabhängig vom Ausfall der Beratungsgespräche hat das Jobcenter EN in den letzten Wochen natürlich weitergearbeitet. Anträge wurde erfasst und beschieden, wo es trotz Corona möglich war, gab es Vermittlungen in Arbeit und Projekte“, so Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN.

Sein Wunsch: Wer Leistungen des Jobcenters EN beantragen möchte und Auskünfte benötigt, möge dies wann immer möglich, schriftlich oder telefonisch erledigen. „Dies hat sich in den letzten Wochen gut eingespielt und kann sicher auch als Beitrag zum Gesundheitsschutz gewertet werden“, so Dürwald.

Stichwort Straßenverkehrsamt und Zulassungsstelle

Bereits seit gut drei Wochen haben das Straßenverkehrsamt in Schwelm und die Zulassungsstelle in Witten wieder geöffnet. Die notwendigen Termine, die aktuell noch in begrenzter Anzahl vergeben werden, erhalten Bürger telefonisch oder über das Internet.

Die Rufnummern lauten 02336/4441151 für die Zulassungsstelle in Schwelm und 02302/20240 für Witten. Die Führerscheinstelle ist unter 02336/4441119 erreichbar. Erreichbar sind die Ansprechpartner montags bis freitags von 7.30 bis 12 Uhr. Die Online-Terminvergabe findet sich unter www.en-kreis.de, Direkt im Suchfeld auf der Startseite das Stichwort „Terminvergabe online“ eingeben.