Kreisverwaltung: Pauschalieren und Verallgemeinern ist unangemessen

Alle berufsbedingt Impfberechtigten werden laut Erlass des Landes am Dienstort ihrer Arbeitgeber und unabhängig von ihrem Wohnort geimpft. Um auch die Amtsgerichte und Betreuungsstellen im Ennepe-Ruhr-Kreis über dieses für ihre Mitarbeiter gültige Verfahren zu informieren, hatte die Kreisverwaltung sie unmittelbar nach Vorliegen des Erlasses am 22. Februar per Email informiert.

In dieser Mail war auch der Link enthalten, der zur Terminverwaltung führt und es möglich machte, Mitarbeiter für einen Besuch des Impfzentrums in Ennepetal anzumelden. „Termine wurden auch sofort gebucht und ein Teil der Impfungen ist letzte Woche schon erfolgt. Das hat reibungslos funktioniert“, sagt Astrid Hinterthür, Leiterin des Krisenstabs im Schwelmer Kreishaus.

Vorwürfe in sozialen Medien formuliert

Mit diesem Verfahrenshinweis reagiert die Kreisverwaltung auch auf die in sozialen Medien und gegenüber einer Zeitungsredaktion geäußerten massiven Vorwürfe eines Betreuungsrichters, der in Schwelm wohnt und in Hagen arbeitet. Mit Blick auf die rechtlichen Regelungen hätte er von seinem Gericht in Hagen für eine Impfung in der Volmestadt angemeldet werden können und müssen.

„Es ist müßig, im Nachgang alle Details dieses Einzelfalls in der Öffentlichkeit zu diskutieren und sich dabei gegenseitig Vorhaltungen zu machen“, so Hinterthür. Deutlich zurückgewiesen werden von ihr aber Vorwürfe wie „Verwaltung lässt Impfwillige allein“ oder „Als Impfwilliger lebt man besser nicht im Ennepe-Ruhr-Kreis“.

Für Anfragen und Beschwerden Kontaktformular nutzen

„Dieses Pauschalieren und Verallgemeinern geht deutlich zu weit. Es trifft all diejenigen ins Mark, die sich seit Wochen darum kümmern, Fragen zu beantworten, Impfungen auf den Weg zu bringen und die Menschen im Impfzentrum zu betreuen“, stellt sich Hinterthür unmissverständlich hinter die Vielzahl der Beteiligten aus verschiedensten Bereichen. Gleichzeitig verweist sie auf zahlreiche positive Rückmeldungen insbesondere der Altersgruppe ab 80 Jahren.

Zudem gelte: Quasi täglich müsse die Kreisverwaltung neue Informationen und Hinweise aus Bundes- und Landesministerien bewerten und verarbeiten. „Während wir noch auf die für uns rechtlich verbindlichen Vorgaben warten, die uns das Veröffentlichen möglich machen, haben Bürger häufig schon auf anderen Wegen etwas gehört und suchen weitere Fakten auf unserer Internetseite. Dies kann dann leider nicht immer klappen“, macht Hinterthür deutlich und wirbt um Verständnis.

In solchen Situationen mache es wenig Sinn, wortgewaltig Kritik in den sozialen Medien zu üben. Stattdessen rät sie zu Anfragen per Kontaktformular und ein wenig Geduld.

Hier geht es zur Corona FAQ-Seite der Kreisverwaltung.