Kunstpreis macht „Verortung“ und „Heimat" zum Thema

„Die sieben Sachen der Flucht“ machten Till Hausmann 2017 zum Preisträger.

Das Werk „Dinge, die in Freiheit passieren“ ist kaum in ein Bild zu setzen. 2017 dokumentierte Philipp Valenta scheinbar das Geschehen auf den zwei Straßen im Kreis, die als „Freiheit“ benannt sind. Neben den Videoarbeiten wurden Texte und Soundfragmente von Anwohnern eingesetzt./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst haben in diesem Jahr erneut die Chance, sich mit ideenreichen und kreativen Werken um den „Kunstpreis Ennepe-Ruhr“ zu bewerben. Die Vorgabe lautet: Die Arbeiten sollen einen Bezug zum Thema „Verortung“ und „Heimat“ haben. Eingereicht werden können beispielsweise Zeichnungen, Fotografien oder Gemälde, Skulpturen, Installationen oder Videoprojektionen.

Wer dabei sein möchte, muss eine persönliche Bindung zum Ennepe-Ruhr-Kreis haben. „Das ist laut Ausschreibung dann der Fall, wenn die Künstlerin oder der Künstler im Kreis wohnt, hier geboren wurde oder längere Zeit an Ennepe und Ruhr zu Hause gewesen ist“, zitiert Claudia Breitenborn, zuständige Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, aus der Ausschreibung. Ebenfalls wichtig: Teilnehmer müssen mindestens 21 Jahre alt sein, Gruppenbewerbungen sind möglich. Die eingereichten Werke dürfen nicht älter als drei Jahre sein.

Jury wählt 20 Ausstellungsteilnehmer und 3 Preisträger aus

Interessierte können bis Dienstag, 30. April, Fotos, Skizzen oder Entwürfe von bis zu drei Arbeiten einreichen. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören außerdem ein Anschreiben mit Angaben zur persönlichen Bindung an den Ennepe-Ruhr-Kreis, Erläuterungen zum Themenbezug und eine Künstlerbiographie inklusive Publikations- bzw. Ausstellungsliste der letzten 3 bis 4 Jahre. Die Kunstwerke müssen mit dem Namen des Künstlers sowie Titel, Jahr, Technik und den Maßen der Arbeiten versehen sein.

Aus allen Einsendungen wählt eine Jury unter Leitung von Christoph Kohl, Institutsleiter des Märkischen Museums Witten, Werke von 20 Künstlerinnen und Künstlern aus. Diese werden im Oktober im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen ausgestellt und in einem Katalog öffentlichkeitswirksam präsentiert.

Vernissage am Sonntag, 29. September

Zudem vergibt die Jury drei gleichberechtigte Preise. „Diese sind mit jeweils 1.000 Euro sowie der Möglichkeit einer Gemeinschaftsausstellung dotiert. Schauplatz dafür ist 2020 das Stadtmuseum Hattingen“, erläutert Breitenborn. Die Vergabe des EN-Kunstpreises ist im Rahmen einer Vernissage am Sonntag, 29. September im LWL-Industriemuseum Henrichshütte geplant.

Details zur Ausschreibung finden sich unten auf dieser Seite, zur Online-Anmeldung geht es hier. Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Claudia Breitenborn vom Fachbereich Finanzen, Kreisentwicklung und Bildung, Tel.: 02336/93 2247, Email: kunstpreis(at)en-kreis.de

Stichwort Kunstpreis Ennepe-Ruhr

Der Kunstpreis wird seit 2011 alle zwei Jahre vergeben. An den ersten vier Ausschreibungen hatten sich gut 370 Künstler mit mehr als 1100 Werken beteiligt. Vor zwei Jahren hießen die gleichberechtigten Preisträger Till Hausmann (Düsseldorf/Schwelm), die Gruppe Leuchtstoff (Witten) und Philipp Valenta (Hildesheim/Hattingen). Ihre Arbeiten „Die sieben Sachen der Flucht“ und „Two Tales sowie „Dinge, die in Freiheit passieren“ und „Limited Access“. überzeugten die Jury mit Blick auf die seinerzeitige thematische Vorgabe „Freiheit“ am stärksten.