Kuscheln im Krankenwagen: 1.490 neue Trostbären für junge Patienten

Sie wissen die Mitarbeit der plüschigen Bären zu schätzen: Nils Abbink (Feuerwehr Schwelm), Markus Heil (Feuerwehr Ennepetal, Leiter Rettungsdienst), Rolf-Erich Rehm (Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz), Linda Köstler  (Medizinisches Qualitätsmanagement), Olaf Schade, Matthias Jansen (Leiter Feuerwehr Schwelm), Michael Schäfer (Fachbereichsleiter Ordnung und Straßenverkehr), Dr. Michael Laubmeister (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst) und Thomas Neumann (Sachgebietsleiter Rettungsdienst) (v.l.).

Sie wissen die Mitarbeit der plüschigen Bären zu schätzen: Nils Abbink (Feuerwehr Schwelm), Markus Heil (Feuerwehr Ennepetal, Leiter Rettungsdienst), Rolf-Erich Rehm (Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz), Linda Köstler (Medizinisches Qualitätsmanagement), Olaf Schade, Matthias Jansen (Leiter Feuerwehr Schwelm), Michael Schäfer (Fachbereichsleiter Ordnung und Straßenverkehr), Dr. Michael Laubmeister (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst) und Thomas Neumann (Sachgebietsleiter Rettungsdienst) (v.l.).

Wenn Kinder im Ennepe-Ruhr-Kreis mit Blaulicht in ein Krankenhaus gebracht werden, dann zählt zum Team der Rettungskräfte an Bord auch ein Teddy: Der Einsatz des Trösterbärchens namens ‚Tommy‘ hat sich seit seiner Einführung 2012 bewährt. Dank zahlreicher Sponsoren konnten nun knapp 1.500 neue Bären eingestellt werden.

Gebrochene Knochen, blutende Wunden, Atemnot oder Kreislaufprobleme, dazu fremde Menschen, die Fahrt in einem Rettungsfahrzeug: „Gerade für Kinder ist das purer Stress“, weiß Andreas Bietendüfel, der 21 Jahre Erfahrung als Rettungsassistent hat. „Die kleinen Patientinnen und Patienten sind in einer Extremsituation, haben Angst, manche sogar Panik.“ Dann seien Ablenkung und Trost gefragt, um die Kinder zu beruhigen, sie untersuchen und behandeln zu können – ‚Tommy‘ wird hervorgeholt.

Bären sind seit 2012 im Einsatz

„In den allermeisten Fällen helfen die Bären“, sagt Bietendüfel. Mit einem kuscheligen Freund im Arm würden Kinder leichter Vertrauen zu den Rettungskräften und Ärzten fassen. Auch Dr. Michael Laubmeister, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Ennepe-Ruhr-Kreises, hat zahlreiche Einsätze als Notarzt begleitet und weiß um die positive Wirkung des kleinen Bären: „Insbesondere wenn die Eltern nicht dabei sind, ist Einfühlungsvermögen gefordert. Mit Tommys Hilfe konnten schon einige Tränen getrocknet werden“.

Weil die Kuscheltiere auch nach der Fahrt mit dem Rettungswagen bei den kleinen Patienten verbleiben, war ihre Zahl stetig gesunken, seit sie 2012 im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe KIM aus Detmold erstmalig für den Kreis angeschafft werden konnten. Bei einer erneuten Suche nach Sponsoren konnten nun 176 Firmen aus dem Kreisgebiet und zwei weitere aus der näheren Umgebung für die Aktion gewonnen werden, so dass 1.490 neue Teddys für verletzte oder kranke Kinder bereitstehen.

„Das Wohlergehen der kleinen Patientinnen und Patienten im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt uns sehr am Herzen. Deshalb möchte ich allen danken, die sich an dieser Aktion beteiligt haben“, sagt Landrat Olaf Schade.