Laien-Sprachmittler bilden sich weiter

Das Kommunale Integrationszentrum hatte die Laiensprachmittler zu einer Fortbildung eingeladen./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Mit dem Einsatz von Laien-Sprachmittlern soll Migranten mit geringen Deutschkenntnissen im Ennepe-Ruhr-Kreis effektive und schnelle Hilfe gegeben werden. Die ehrenamtlich Tätigen übersetzen auf Anfrage von öffentlichen Behörden und Einrichtungen beispielsweise bei Beratungs- und Elterngesprächen und erleichtern so die Kommunikation zwischen Neuzugewanderten und Behörden.

In dem vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) ins Leben gerufenen und koordinierten Pool finden sich inzwischen rund 70 Sprachmittler. „Um sich kontinuierlich weiter zu bilden, bieten wir allen Engagierten des Pools die Möglichkeit an vertiefenden Schulungen teilzunehmen“, erklärt Fabian Koch, Mitarbeiter des KI. Erst kürzlich hatte das KI Dr. Natalia Tilton, Dozentin und Referentin im Bereich „Theorie und Praxis des Kommunaldolmetschens“ eingeladen.

Theorie und Praxis

Themen der sechsstündigen Schulung waren verschiedene Dolmetschtechniken und Gesprächssteuerung. Wichtige Tipps und Hinweise gab es auch zur Vor- und Nachbereitung von Gesprächen in Behörden.

„Schon am Beginn des Gesprächs sollte eine korrekte Vorstellung stehen“, betont Tilton. „Um Missverständnisse in den Gesprächen zu vermeiden, ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und alle Beteiligten über die angewandten Techniken aufzuklären.“

Komplett ausschließen lassen sich diese Situationen bei Gesprächen in Ämtern und Behörden jedoch nicht. Deshalb wurden in Gruppenübungen verschiedene Situationen nachgestellt, in denen Werte und Pflichten der Sprachmittler in Konflikt treten und mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt.

Fortbildungen werden 2019 fortgesetzt

„Das Feedback zur Schulung war durchweg positiv. Daher  planen wir 2019 diese Reihe fortzusetzen und die Ehrenamtlichen weiter konkret auf ihre Aufgaben vorzubereiten“, so Koch.

Wer sich ehrenamtlich als Laien-Sprachmittler einbringen oder Genaueres über den Ablauf und die Rahmenbedingungen der Einsätze erfahren möchte, findet hier Informationen oder meldet sich direkt beim KI, Telefon: 02336/93 26 88, Email: ki(at)en-kreis.de.