„Lass mal reden…“: Neue Veranstaltungsreihe erfolgreich gestartet

KI Lass mal Reden/ Jochen Oltmer

Professor Dr. Jochen Oltmer und Armin Sućeska vom Kommunalen Integrationszentrum im Gespräch mit den rund 40 Besuchern der Auftaktveranstaltung zu "Lass mal reden..." (Foto: UvK/ Ennepe-Ruhr-Kreis).

Unter dem Titel „Lass mal reden…“ gibt es eine neue Veranstaltungsreihe vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) des Ennepe-Ruhr-Kreises. Experten greifen dabei aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Migration auf. Interessierte sind eingeladen, mitzudiskutieren und sich auszutauschen. Los ging es Mitte Februar in der Grauzone in Hattingen mit den Themen Migration und Flucht und der Fragestellung: „Worüber sprechen wir eigentlich (nicht)?“

Eingeladen war Professor Dr. Jochen Oltmer, historischer Migrationsforscher vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück. Gekommen waren auch knapp 40 Besucher, die unter der Moderation von Armin Sućeska vom KI gemeinsam mit Oltmer ins Gespräch kamen.

Fragen zum Thema Migration

Was bedeutete eigentlich Migration? Wie wird sie von den Menschen wahrgenommen? Und verändert sich eigentlich das, was wir unter Migration verstehen in der Welt? Solche und weitere Fragen beschäftigten das Publikum. Deutlich wurde, dass im öffentlichen Diskurs oftmals eine einheitliche Definition für Migration fehlt. Wanderungsprozesse würden selten aus nur einem Motiv heraus geschehen. Neben Gewalt, Verfolgung und Armut gebe es noch vielfältige andere Beweggründe für Menschen, ihre Heimat aufzugeben.

Klar wurde allen Anwesenden aber auch: Bewegung von Menschen hat es schon immer gegeben. Migration ist kein neues Phänomen und häufig relativieren sich die Zahlen im historischen Kontext. Auch das Bild des „Schutzbedürftigen“ sei nicht fest definiert, vielmehr wird die Vorstellung davon immer wieder neu von der Gesellschaft weitergedacht – ein stetiger Entwicklungsprozess, in den viele verschiedene Akteure involviert sind.

Im September geht es weiter

Im September geht die Veranstaltungsreihe in die nächste Runde. Geplant ist am 30. September ein nächster Termin. Dieses Mal mit dem Journalist, Autor und Migrationsforscher Mark Terkessidis zum Thema: „Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute“ im Treff, Mannesmannstr. 6, 58455 Witten. Am 26. November geht es dann weiter mit der Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung Tupoka Ogette. Sie wird in Gevelsberg im Bürgerhaus Alte Johanniskirche, Uferstr. 3, zum Thema: „Exit racism – rassismuskritisch denken lernen“ referieren.

Interessierte, die sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen möchten, sind zu den Veranstaltungen „Lass mal reden…“ herzlich eingeladen. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten. Möglich ist dies unter www.vielfalt-en.de/lassmalreden oder bei Maren Kochenrath vom Kommunalen Integrationszentrum, Tel.: 02336/93 2597, Email M.Kochenrath@en-kreis.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.