Licht aus - Kreis setzt Zeichen für Frieden, Klimaschutz und Planeten

Am Samstag bleibt der Sitzungstrakt des Schwelmer Kreishauses unbeleuchtet - die Kreisverwaltung beteiligt sich an der Earth Hour/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Am Samstag bleibt der Sitzungstrakt des Schwelmer Kreishauses unbeleuchtet - die Kreisverwaltung beteiligt sich an der Earth Hour/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Earth Hour - diese Stunde der Erde steht immer am letzten Samstag im März im Kalender. In den eigenen vier Wänden oder an Denkmälern und offiziellen Gebäuden wird an diesem Tag um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht ausgemacht.

Menschen, Städte und Unternehmen aus der ganzen Welt setzten in den letzten Jahren so ein Zeichen für den Klimaschutz und einen lebendigen Planeten. In diesem Jahr steht zusätzlich der Frieden für die Ukraine, Europa und die ganze Welt im Fokus.

Die Kreisverwaltung macht ihr Engagement in diesem Jahr erstmals sichtbar und schaltet am Samstag, 26. März die Lichter im Sitzungstrakt des Kreishauses an der Schwelmer Hauptstraße aus.

Brandenburger Tor, Schwelmer Kreishaus, Hattinger Stadtmauer

„Weltweit sind wir damit in bester Gesellschaft, symbolisch dunkel bleiben schließlich auch Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor, der Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro“, so Landrat Olaf Schade.

Und auch im Ennepe-Ruhr-Kreis findet die Aktion, die vom WWF getragen und koordiniert wird, in 2022 noch stärkere Resonanz als in den Vorjahren. Eine Übersicht derjenigen Städte, Firmen und Privaten von Ennepe und Ruhr, die ihr Mitmachen zum Ausmachen und Zeichen setzen angemeldet haben, findet sich hier.

Beispiele sind das historische Rathaus und das Koepchenwerk in Herdecke, das Haus Martfeld, die Christuskirche und die Marienkirche in Schwelm, das Rathaus in Sprockhövel, wo unter anderen auch die Vereine Bergbauaktiv Ruhr, die Flüchtlingshilfe und die Capos Projektschmiede dabei sind, sowie die Stadtmauer, das Bügeleisenhaus und das Stadtmuseum in Hattingen.

Stichwort Earth Hour

Für Deutschland meldet der WWF mit 640 Mitmach-Orten in diesem Jahr einen neuen Redkord.

Ausgangspunkt der Earth Hour war 2007 Australien. Seinerzeit wurden die Beleuchtungen der Sydney Harbour Bridge und des Opera House ebenso abgeschaltet wie die Außenbeleuchtungen der meisten öffentlichen Gebäude. Zudem verzichteten viele Geschäfte und Unternehmen auf ihre Nachtreklame und Gebäudelichter, Restaurants servierten Essen bei Kerzenlicht. Ziel der Kampagne des WWF Australia war es, die Kohlendioxid Emissionen von Sydney innerhalb eines Jahres um fünf Prozent zu reduzieren.

International wurde die Aktion zunächst in England aufgegriffen. Nach dem Vorbild der Earth Hour wurden am 21. Juni 2007 zahlreiche Lichter in der britischen Hauptstadt London gelöscht. Im Oktober 2007 folgten in den kalifornischen Großstädten Los Angeles und San Francisco ähnliche Aktionen.

In Deutschland lief eine Aktion unter dem Titel „Licht aus für unser Klima“ am 8. Dezember 2007. Seinerzeit blieben beispielsweise der Kölner Dom, Schloss Neuschwanstein und das Heidelberger Schloss dunkel. Die Aktion dauerte allerdings keine Stunde, sondern war auf fünf Minuten beschränkt.