Mehr als 2.500 iPads an kreiseigenen Schulen im Einsatz

Olaf Schmiemann, Schulleiter am Berufskolleg Witten, händigt seinem Schüler Alhomam Fannad ein Leihgerät aus. Das Berufskolleg verfügt derzeit über 690 iPads für Schülerinnen und Schüler. // UvK // Berufskolleg Witten

Olaf Schmiemann, Schulleiter am Berufskolleg Witten, händigt seinem Schüler Alhomam Fannad ein Leihgerät aus. Das Berufskolleg verfügt derzeit über 690 iPads für Schülerinnen und Schüler. // UvK // Berufskolleg Witten

Die Ausstattung der sechs kreiseigenen Schulen mit iPads ist dank Fördermitteln von Land und Bund ein gutes Stück vorangekommen: Seit Anfang des Jahres stehen Lehrern und Schülern insgesamt 2.541 Geräte zum Lernen und Arbeiten zur Verfügung.

Noch vor einem Jahr betrug die Gesamtzahl der iPads an den Berufskollegs Witten, Hattingen und Ennepetal, den Förderschulen Kämpen und Hiddinghausen und der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule 276. Dann kam der Lockdown – und nicht alle Schüler hatten ein eigenes digitales Endgerät, um erfolgreich am Distanzunterricht teilnehmen zu können.

Für alle benachteiligten Schüler stehe ein Leih-iPad bereit

„Im vergangenen Frühjahr hat der Kreis deshalb aus eigenen Mitteln zunächst 515 iPads beschafft“, sagt Björn Mollenkott von der Schulverwaltung. Außerdem wurden Fördermittel von Bund und Land beantragt. Im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms zur Ausstattung von benachteiligten Schülerinnen und Schülern“ wurden dem Kreis 458.588 Euro bewilligt. Weitere 251.000 Euro konnten für dienstliche Geräte für Lehrkräfte abgerufen werden.

Das Geld floss in weitere 1.750 iPads, die Anfang des Jahres in den Kreis geliefert wurden. „Jetzt sind Geräte für alle Lehrkräfte und für etwa jeden vierten Schüler vorhanden“, sagt Mollenkott. Für alle benachteiligten Schüler stehe ein Leih-iPad bereit.

„Damit ist ein Etappenziel erreicht“, stellt Landrat Olaf Schade fest. „Die Digitalisierung der kreiseigenen Schulen wird aber auch in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt bleiben.“ So hatte der Kreistag im vergangenen Sommer unter anderem beschlossen, dass jeder der rund 7.000 Schüler bis spätestens Ende 2024 ein Leihgerät erhalten soll.

Stichwort: Digitalisierung an den Schulen in Trägerschaft des Kreises

Moderne Präsentationsmedien sind ein weiterer Baustein der Digitalisierung: Im Zuge der Sanierung und Umbauten der Schulgebäude stattet der Kreis alle fertiggestellten Klassen- und Fachräume nach und nach mit interaktiven Displays und Tafeln aus. Zusätzlich werden große Teile der PC-Arbeitsplätze in den Schulen erneuert.

Allein in der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule und den Förderschulen Hiddinghausen und Kämpenschule sollen in diesem Jahr alle schulischen Computer ausgetauscht werden. Ebenfalls für 2021 ist eine Anbindung der Berufskollegs Witten, Hattingen und Ennepetal sowie der Gesamtschule an das Glasfasernetz des Kreises geplant.

In den nächsten Jahren sollen auch die beiden Förderschulen mit Unterstützung aus Fördermitteln des Bundes an das Glasfasernetz angebunden werden.