Mit viel Taktgefühl: Erfolgreiche Nachwuchsmusiker ausgezeichnet

Unter allen Teilnehmern aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis in diesem Jahr der Erfolgreichste: Samuel Feldmann.

Mit fünf ausgezeichneten Musikern stellte Schwelm die größte Gruppe. Olaf Schade, Gabriele Weidner (Leiterin der Musikschule ) und Jörg Obereiner (stellv. Landrat und Vertreter des Ennepe-Ruhr-Kreises im Regionalausschuss) mit Jakob Hahne, Ronja Wimbert, Charlotte Blondrath, Yaning Huang und Johanna Sommerfeld.

Franka Henrike Wielath zeigte ihr Können mit der Violine. Die Hattingerin erspielte sich einen ersten Platz beim Regionalwettbewerb und Rang drei beim Landeswettbewerb.

Olaf Schade, Margret Melsa (stellv. Bürgermeisterin der Stadt Hattingen) und Jörg Obereiner (stellv. Landrat und Vertreter des Ennepe-Ruhr-Kreises im Regionalausschuss) mit den Hattingerinnen Salome Arndt, Linnea Brockhaus, Helena Happich und Franka Henrike Wielath./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Ein Talent zu haben, ist etwas ganz besonderes. Wenn man - so wie Ihr in der Musik - die Gelegenheit hat, dieses auszubauen, ist das ein wertvolles Geschenk. Klar ist aber auch, wer diesen Weg gehen möchte, für den heißt es auch üben, üben, üben.“ Landrat Olaf Schade nutzte die Begrüßung der besonders erfolgreichen „Jugend musiziert“ Teilnehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, um auf die für Erfolg notwendige Kombination aus Talent und Lernbereitschaft hinzuweisen.

Bei der Feier in der Schwelmer Sparkasse wurden 18 Nachwuchsmusiker zwischen 9 und 18 Jahren geehrt. Ihre Bilanz: 11 erste Plätze beim Regionalwettbewerb, 8 Topplätze auf Landesebene und ein zweiter Rang beim Bundesfinale.

Vielfalt bei Instrumenten und Wohnorten

Mit Violine, Klavier, Holzblasinstrument, Querflöte, Akkordeon und Violoncello erfolgreich waren Lisa Friederike Schieb und Paul Wiegand (beide Ennepetal), Salome Arndt, Linnea Brockhaus, Helena Happich und Franka Henrike Wielath (alle Hattingen), Elias und Samuel Feldmann, Carlo und Leander Spangemacher (alle Herdecke), Charlotte Blondrath, Jakob Hahne, Yaning Huang, Johanna Sommerfeld und Ronja Wimbert (alle Schwelm) sowie Selina Brenken, Tim Sauerland und Cosima Helene van Laer (alle Witten).

„Erfreulich, hier und heute so viele talentierte Musiker und ihre Familien begrüßen zu können. Ebenso bemerkenswert: Sie kommen aus fünf der neun kreisangehörigen Städte“, freute sich Schade über Resonanz und Lokalproporz.

Alle dürfen stolz sein

„Herausragend ist in diesem Jahr die Leistung von Samuel Feldmann. Platz 1 im Landeswettbewerb und Platz 2 im Vergleich mit Nachwuchsmusikern aus ganz Deutschland sind aller Ehren wert“, würdige Schade die Leistung des Herdeckers ganz besonders.

Gleichzeitig machte er aber auch deutlich: „Alle, die sich mit ihren Instrumenten der kritischen und fachkundigen Jury dieses Wettbewerbs stellen und sie überzeugen können, dürfen stolz sein. Sie haben bewiesen, dass sie ihr Instrument ausdrucksstark und perfekt spielen können.“

Für die Musiker gilt: Es geht um Spaß, nicht um Preise

Von diesen Fähigkeiten profitierten auch die Gäste der Ehrungsveranstaltung. In den „Pausen“ zwischen den Preisübergaben griffen Franka Henrike Wielath, Tim Sauerland, Salome Arndt und Samuel Feldmann zu Violine, Violoncello und Akkordeon. Sie spielten Stücke von Henryk Wieniawski, Astor Piazzolla, Friedrich August Kummer und Francesco Maria Veracini.

„Beeindruckend“, lautete das anerkennende Fazit von Schade, Ulrike Dittmar-Dretzler, Vorsitzende des Regionalausschusses „Jugend musiziert“ sowie allen anderen Gästen. Der Landrat forderte alle Jugendlichen auf, am Instrument zu bleiben und sich weiter mutig der Konkurrenz zu stellen. „Dann sehen wir uns im nächsten Jahr sicher wieder“.

Soweit denken die geehrten jungen Musiker nicht. Für sie steht fest: „Wettbewerbspreise stehen nicht im Vordergrund. Wir spielen unsere Instrumente ja vor allem deswegen, weil es wahnsinnig viel Spaß macht und wir uns dafür begeistern können.“

Stichwort Wettbewerb „Jugend musiziert“

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ soll Nachwuchsspieler motivieren, Herausforderung und Orientierung sein und Erfolgserlebnisse vermitteln. Weiteres Motiv für die Teilnahme: Musizieren fördert die intellektuelle, emotionale und soziale Kompetenz. Dabei sein können seit 1964 Sänger und Instrumentalisten. Die Altersgrenze liegt bei 21 (Instrument) beziehungsweise 27 Jahren (Gesang) Jahren. Je nach Alter gilt es ein selbst gewähltes Vorspielprogramm zwischen 6 und 30 Minuten mit Musik aus verschiedenen Epochen zu präsentieren.