Mit viel Taktgefühl: Erfolgreiche Nachwuchsmusiker ausgezeichnet

Jörg Obereiner und  Klaus Krägeloh (Vorsitzender des Ausschusses für Sport, Freizeit und Kultur des Ennepe-Ruhr-Kreises) mit den Sprockhövelerinnen Janina Gu, Wenyue Elina Gu, Wenhui Selina Gu und Silvia Busch.

Jörg Obereiner und Klaus Krägeloh (Vorsitzender des Ausschusses für Sport, Freizeit und Kultur des Ennepe-Ruhr-Kreises) mit den Sprockhövelerinnen Janina Gu, Wenyue Elina Gu, Wenhui Selina Gu und Silvia Busch.

„Ein Talent zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Wenn man - so wie Ihr in der Musik - die Gelegenheit hat, dieses auszubauen, ist das ein wertvolles Geschenk. Klar ist aber auch, wer diesen Weg gehen möchte, für den heißt es auch üben, üben, üben.“ Jörg Obereiner, stellvertretender Landrat, nutzte die Begrüßung der besonders erfolgreichen „Jugend musiziert“ Teilnehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, um auf die für Erfolg notwendige Kombination aus Talent und Lernbereitschaft hinzuweisen.

Die aktuelle Wettbewerbsbilanz der 15 Nachwuchsmusiker zwischen 9 und 18 Jahren kann sich mehr als sehen lassen, sie erspielten sich neun erste und sieben zweite Plätze beim Regionalwettbewerb, sechs Topplätze auf Landesebene und drei zweite Ränge beim Bundesfinale. 10 von ihnen folgten einer Einladung der Kreisverwaltung und nahmen an einer Ehrungsveranstaltung in der Schwelmer Sparkasse teil.

Fünf von neun Städten vertreten

Mit Violine, Klavier, Akkordeon, Violoncello und Gesang erfolgreich waren Emilia Brockhaus, Wilhelmine Happich und Franka Henrike Wielath (alle Hattingen), Liliane Geßling und Paula Lischek (beide Herdecke), Johanna Sommerfeld (Schwelm), Silvia Busch, Janina Gu, Wenyue Elina Gu und Wenhui Selina Gu (alle Sprockhövel) sowie Martha Findeisen, Soney Marino Paho, Cosima von Laer, Sanja Wüllenweber und Henry Daniel Yoon (alle Witten).

„Erfreulich, hier und heute so viele talentierte Musiker und ihre Familien begrüßen zu können. Ebenso bemerkenswert: Sie kommen aus fünf der neun kreisangehörigen Städte“, freute sich Obereiner als Vertreter für Landrat Olaf Schade über Resonanz und Lokalproporz.

Drei zweite Plätze auf Bundesebene

Herausragendes Taktgefühl bewiesen in den zurückliegenden Wettbewerben Franka Henrike Wielath, Martha Findeisen und Soney Marino Paho - als Ensemblemitglieder erreichten sie mit Klavier und Gesang im Vergleich mit Nachwuchsmusikern aus ganz Deutschland jeweils zweite Plätze beim Bundeswettbewerb.

„Dies ist aller Ehren wert“, so Obereiner. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich: „Alle, die sich musikalisch der kritischen und fachkundigen Jury dieses Wettbewerbs stellen und überzeugen können, dürfen stolz sein. Sie haben bewiesen, dass sie ihr Instrument ausdrucksstark und perfekt spielen können oder ihre Gesangsstimme bestens beherrschen.“

„Bleibt an euren Instrumenten"

Von diesen Fähigkeiten profitierten auch die Gäste der Ehrungsveranstaltung. In den „Pausen“ zwischen den Preisübergaben spielte Wenhui Selina Gu Violine, Wenyue Elina Gu Cello, Janina Gu Klavier und Silvia Busch Akkordeon. Zu hören waren unter anderem Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Jevgenij Derbenka

„Beeindruckend“, lautete das anerkennende Fazit von Obereiner, Martin Schreckenschläger (stellv. Vorsitzender des Regionalausschusses  „Jugend musiziert“) sowie allen anderen Gästen. Der stellvertretende Landrat forderte alle Jugendlichen auf, am Instrument zu bleiben und sich weiter mutig der Konkurrenz zu stellen. „Dann sehen wir uns im nächsten Jahr sicher wieder“.

Soweit denken die geehrten jungen Musiker nicht. Für sie steht fest: „Wettbewerbspreise stehen nicht im Vordergrund. Wir spielen unsere Instrumente ja vor allem deswegen, weil es wahnsinnig viel Spaß macht und wir uns dafür begeistern können.“

Stichwort Wettbewerb „Jugend musiziert“

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ soll Nachwuchsspieler motivieren, Herausforderung und Orientierung sein und Erfolgserlebnisse vermitteln. Weiteres Motiv für die Teilnahme: Musizieren fördert die intellektuelle, emotionale und soziale Kompetenz.

Dabei sein können seit 1964 Sänger und Instrumentalisten. Die Altersgrenze liegt bei 21 (Instrument) beziehungsweise 27 Jahren (Gesang) Jahren. Je nach Alter gilt es ein selbst gewähltes Vorspielprogramm zwischen 6 und 30 Minuten mit Musik aus verschiedenen Epochen zu präsentieren.