Mit viel Taktgefühl: Erfolgreiche Nachwuchsmusiker ausgezeichnet

Bestens besucht war die Feier in der Schwelmer Sparkasse, zu der die Kreisverwaltung eingeladen hatte.

Elias und Samuel Feldmann mit Olaf Schade und Jörg Obereiner, stellv. Landrat und Vertreter des Kreises im Regionalausschuss "Jugend musiziert". Die Herdecker erspielten sich im abgelaufenen Wettbewerbszeitraum die größten Erfolge.

Der Sprockhöveler Jakob Niederhoff präsentierte sein Können auf der Gitarre.

Die Ennepetaler Nachwuchsmusiker und ...

de Hattinger Nachwuchsmusiker mit Olaf Schade und Jörg Obereiner./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Ein Instrument zu spielen heißt üben, üben, üben. Ein Stück gut vorzutragen, ist mehr, als nur fehlerfrei zu spielen. Ein Auftritt vor einer Jury und im Wettbewerb mit anderen kann nur erfolgreich sein, wenn er couragiert und entschlossen über die Bühne geht. Folglich haben Sie, habt Ihr alle Ausdauer, Ehrgeiz und Mut bewiesen.“ Landrat Olaf Schade nutzte die Begrüßung der besonders erfolgreichen „Jugend musiziert“ Teilnehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, um auf wichtige Erfolgsfaktoren hinzuweisen.

Bei der Feier in der Schwelmer Sparkasse wurden 27 Nachwuchsmusiker zwischen 9 und 18 Jahren geehrt. Ihre Bilanz: 29 erste Plätze beim Regionalwettbewerb, 12 Topplätze auf Landesebene und ein zweiter Rang beim Bundesfinale.

Gäste aus sieben der neun kreisangehörigen Städte

„Erfreulich, hier und heute so viele talentierte Musiker und ihre Familien begrüßen zu können. Ebenso bemerkenswert: Sie kommen aus sieben der neun kreisangehörigen Städte“, freute sich Schade über Resonanz und Lokalproporz.

„Herausragend sind natürlich die ersten Plätze von Elias Feldmann und Samuel Feldmann im Landeswettbewerb sowie Platz 2 von Elias im Vergleich mit Nachwuchsmusikern aus ganz Deutschland“, würdige Schade die Leistungen der beiden Herdecker. Im Duett mit Klavierspielern, die außerhalb des Ennepe-Ruhr-Kreises wohnen, spielten sie mit ihren Violinen auf den jeweiligen Wettbewerbsebenen besonders gekonnt auf.

Musiker gestalteten den musikalischen Rahmen - natürlich - selbst

Wie gekonnt, das ließ auch die Gäste der Ehrungsveranstaltung mehrfach aufhorchen. In den „Pausen“ zwischen den Preisübergaben griffen Elias Feldmann, Florentine Happich (Horn), Johannes Langer (Klavier) und Jakob Niederhoff (Gitarre) zu ihren Instrumenten, spielten Stücke von Witold Lutoslawski, Johann Nepomuk Hummel und Johann Anton Logy.

„Beeindruckend“, lautete das anerkennende Fazit von Schade, Ulrike Dittmar-Dretzler, Vorsitzende des Regionalausschusses „Jugend musiziert“, Michael Lindermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwelm, und allen anderen Gästen. Der Landrat forderte alle Jugendlichen auf, am Instrument zu bleiben und sich weiter mutig der Konkurrenz zu stellen. „Dann sehen wir uns im nächsten Jahr sicher wieder“.

Soweit denken die geehrten jungen Musiker nicht. Für sie steht fest: „Wettbewerbspreise stehen nicht im Vordergrund. Wir spielen unsere Instrumente ja vor allem deswegen, weil es wahnsinnig viel Spaß macht und wir uns dafür begeistern können.“

Stichwort Nachwuchs mit Taktgefühl

Mit Euphonium, Gitarre, Horn, Klavier, Trompete und Violine erfolgreich waren Mali-Aimée Cross, Jesko Schmerse, Jasmin Schmerse, Alicia Bochkarova, Ksenia Rose und Violetta Schwebel (alle Ennepetal), Frederik Weinreis, Christopher Hendrik Weinreis und Ariana Selewski (alle Gevelsberg), Emilia Brockhaus, Linnea Brockhaus, Florentine Happich, Johannes Langer, Angelina Ochmann, Julia Schlee, Georg Ackermann, Annabell Schäfer, Julia Sniegocka und Christian Vogelsang (alle Hattingen), Elias Feldmann und Samuel Feldmann (beide Herdecke), Tom Joscha Wiesbrock (Schwelm), Johanna Bergmann, Jakob Niederhoff und Johannes Karl Baron von Manteuffel (alle Sprockhövel) sowie Sophie Mercedes Berns und Luise Plettner (beide Witten).

Stichwort Wettbewerb „Jugend musiziert“

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ soll Nachwuchsspieler motivieren, Herausforderung und Orientierung sein und Erfolgserlebnisse vermitteln. Weiteres Motiv für die Teilnahme: Musizieren fördert die intellektuelle, emotionale und soziale Kompetenz. Dabei sein können seit 1964 Sänger und Instrumentalisten. Die Altersgrenze liegt bei 21 (Instrument) beziehungsweise 27 Jahren (Gesang) Jahren. Je nach Alter gilt es ein selbst gewähltes Vorspielprogramm zwischen 6 und 30 Minuten mit Musik aus verschiedenen Epochen zu präsentieren.