Müll: Hattingen hat mehr Personal für mehr Service

Mit dem neuen Abfall-Konzept soll Hattingen sauberer werden und sich der Service für die Bürger verbessern. Das Konzept sieht mehrere Schritte vor, die nach und nach den Service verbessern werden. Parallel wurden die Bußgelder für illegale Müllablagerung angehoben. Das soll Müllsünder abschrecken.

Die neue Regelung beim Sperrmüll soll Wartezeiten verkürzen und dadurch wilde Müllkippen vermeiden helfen. Die Frequenz für das Abholen des Sperrmülls wird erhöht. Es gilt: Angemeldeter Sperrmüll wird nicht wie bisher einmal wöchentlich, sondern an vier Tagen in der Woche abgeholt. Ab 2020 dann sogar an fünf Tagen.

Sperrmüll kostenlos am Recyclinghof abgeben

Ein Termin für die kostenlose Abholung von alten Möbeln, Hausrat und Elektrogeräten kann telefonisch beim Fachbereich Stadtbetriebe und Tiefbau oder über das Online-Seviceportal unter www.hattingen.de gemacht werden.

In der neuen Abfallinfo, die ebenfalls über die städtische Internetseite abrufbar ist, gibt es unter anderem Informationen, was als Sperrmüll abgeholt wird und was nicht. Seit Anfang des Jahres kann Sperrmüll zudem kostenlos am Recyclinghof abgegeben werden (Am Walzwerk 45).

Stadt soll gutes Erscheinungsbild bekommen

Für das neue Konzept hat die Stadt personell aufgestockt und ein spezielles Fahrzeug angeschafft. Damit unterwegs sind beiden Müllwerker Thorsten Dörr und Moritz Stoffelshaus. Faruk Haliti und Shantihamby Schanker - beide neu eingestellt - sorgen für mehr Sauberkeit an den Containerstandorten.

„Durch die Verabschiedung des Abfallkonzeptes können konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die wichtig für ein gutes Erscheinungsbild der Stadt sind“, freut sich Bürgermeister Dirk Glaser über die politische Unterstützung des Konzeptes.

Bereits zu Jahresbeginn war der neue Rhythmus bei der Abholung von Rest-, Bio-, und Papiertonnen sowie gelben Säcken umgesetzt worden. „Die meisten Bürger begrüßen den neuen Rhythmus und für unsere Mitarbeiter ist es eine Arbeitserleichterung, da sie bei der Müllabfuhr nicht immer die anderen Tonnen verschieben müssen, was viel Zeit und Kraft gekostet hat“, zieht Thomas Hoeland, stellvertretender Fachbereichsleiter Stadtbetriebe und Tiefbau, eine positive Zwischenbilanz.

App in der Planung

Weitere Aktionen, die in Hattingen bereits für mehr Sauberkeit sorgen, sind die Patenschaften für Containerstandorte und die ehrenamtliche Aktion „Hattingen: sauber!“. Glaser dankt den vielen aufmerksamen und engagierten Bürgern, denen ein schönes Stadtbild wichtig ist.

Für Baudezernent Jens Hendrix ist ein erhöhter Biomüll-Anteil ein weiteres wichtiges Ziel des Abfallkonzeptes. „Dadurch kann nicht nur Geld gespart werden. Es ist auch ein wichtiger Schritt, um ökologisch zu handeln, da aus dem Biomüll in der Vergärungsanlage in Witten klimafreundlicher Strom gewonnen und hochwertiger Kompost erzeugt wird."

Ab dem nächsten Jahr soll eine App der Stadt die Bürger dann beispielsweise an die jeweiligen Abfuhrtermine erinnern. Momentan bietet die AHE mit ihrer App „AHE Abfallkalender“ diese Funktion bereits an.

Quelle: Presseinformation der Stadt Hattingen