Nach 16 Jahren Kreishaus: Kreistag verabschiedet Iris Pott

Zum Abschluss seiner Dankesrede übergab Landrat Olaf Schade Kreisdirektorin Iris Pott die Pensionierungsurkunde.

Zum Abschluss seiner Dankesrede übergab Landrat Olaf Schade Kreisdirektorin Iris Pott die Pensionierungsurkunde.

Iris Pott mit den Fraktionsvorsitzenden Helmut Kanand, Oliver Flüshöh, Karen Haltaufderheide, Daniel Pilz, Michael Schwunk und Matthias Renkel. In ihrer Rede hatte sich die scheidende Kreisdirektorin für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Vertretern der Kreispolitik bedankt.

Iris Pott mit den Fraktionsvorsitzenden Helmut Kanand, Oliver Flüshöh, Karen Haltaufderheide, Daniel Pilz, Michael Schwunk und Matthias Renkel. In ihrer Rede hatte sich die scheidende Kreisdirektorin für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Vertretern der Kreispolitik bedankt.

Landrat Olaf Schade nimmt Paul Höller den Amtseid für die Aufgabe ab, die ab 2021 übernehmen wird./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Landrat Olaf Schade nimmt Paul Höller den Amtseid für die Aufgabe ab, die ab 2021 übernehmen wird./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Es war mir eine Ehre“ - als Kreisdirektorin Iris Pott dies sagt, liegen die würdigenden Worte von Landrat Olaf Schade bereits hinter ihr, die Abschiedsgeschenke der Fraktionen neben ihr und die Mitglieder des Kreistages stehen applaudierend vor ihr.  Nach 16 Jahren als „zweiter Mann und erste Frau“ im Schwelmer Kreishaus geht die 60-jährige Juristin Ende des Jahres in Pension. Der offizielle Schlusspunkt wurde bereits jetzt in der Sitzung des Kreistages gesetzt.

„Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Kreistagsmitglieder und auch ein Landrat kamen und gingen, Iris Pott war seit 2005 eine der Konstanten im Schwelmer Kreishaus und für das Miteinander im Ennepe-Ruhr-Kreis. Ihre Markenzeichen im Umgang mit jedermann waren Respekt und Menschlichkeit, niemals hat sie einen möglichen kurzzeitigen Gewinn über den nachhaltigen langfristigen Erfolg gestellt“, hob Schade in seiner Rede hervor.

Zahlreiche Projekte, viel Verantwortung

Der Aufbau des Jobcenters EN, der Start und die Arbeit des Regionalen Bildungsnetzwerkes und des Kommunalen Integrationszentrums, die Neubauten für das Straßenverkehrsamt und das Jobcenter EN im Südkreis sowie die Flüchtlingskrise, das Modernisierungsprogramm für die sechs Schulen in Kreisträgerschaft und die Ausbildung bei der Kreisverwaltung - es sind insbesondere diese Ereignisse und Projekte, die mit dem Namen der Kreisdirektorin auch nach ihrem endgültigen Abschied am 18. Dezember verbunden bleiben werden.

„Der Blick auf diese Liste darf aber nicht den Blick auf das ´Tagesgeschäft´ von Iris Pott verstellen. In ihre Verantwortung fielen die Bereiche Personal und Organisation, Datenverarbeitung, Kommunalaufsicht, das Kreistagsbüro, die zentralen Dienste und das Gebäudemanagement“, zählte Schade auf.

Aus Sprockhövel ins Kreishaus gewechselt

Ein breites Feld, auf dem es in all den Jahren jede Menge Handlungs- und Entscheidungsbedarf gegeben habe. „Iris Pott ist keiner Herausforderung aus dem Weg gegangen, hat im Zusammenspiel mit anderen immer zukunftsweisende Lösungen gefunden“, so Schade.

Im ebenso engen wie notwendigen Dialog mit den neun kreisangehörigen Städten und den Vertretern der Kreispolitik habe Pott ohne Frage von ihren 16 Jahren in der Sprockhöveler Stadtverwaltung profitiert.

„Ob Haßlinghausen und Niedersprockhövel, ob der Nord- und der Südkreis - für Erfolge in Sprockhövel wie im Ennepe-Ruhr-Kreis kommt es darauf an, vermeintliche Gegensätze und Spannungen auszugleichen und im Interesse aller Beteiligten Bestmöglichstes zu finden. Iris Pott ist dies dort wie hier mehr als einmal gelungen. Dafür gilt ihr unser Dank“, machte der Landrat deutlich.

Sich in Zeiten der Coronapandemie aus ihrem Amt verabschieden zu müssen, mache sie traurig hob Pott hervor. „Zu gerne hätte ich den vielen Weggefährten und -begleitern viel persönlicher ´Danke´ für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die stets sehr gute Zusammenarbeit gesagt. Dies gilt vor allem und insbesondere für alle Vertreter der Kreispolitik sowie die Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung.“

Stichwort Nachfolge

Als Nachfolger für Iris Pott hatte der Kreistag in seiner konstituierenden Sitzung am 2. November Paul Höller gewählt. Der 37-jährige wird sein Amt am Montag, 4. Januar, antreten. Seine Urkunde für die Aufgabe als Kreisdirektor erhielt er unmittelbar nach der Verabschiedung seiner Vorgängerin. Zudem nahm Landrat Olaf Schade ihm den Amtseid ab.