Netzwerk wirbt für Schülerwettbewerb und um Auszubildende

Treffpunkt Kreishaus: Der Ennepe-Ruhr-Kreis war Gastgeber für den Runden Tisch Ausbildung Geomatik./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Treffpunkt Kreishaus: Der Ennepe-Ruhr-Kreis war Gastgeber für den Runden Tisch Ausbildung Geomatik./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Geomatiker und Vermessungstechniker - zwei Berufe mit Zukunft deren Auszubildende seit gut fünf Jahren von einem Netzwerk profitieren. Regelmäßig treffen sich die Ausbilder aus mehr als 40 Verwaltungen und Unternehmen. Sie kommen aus der Metropole Ruhr, dem Bergischen Land, dem Rhein-, Sieger- und Sauerland. Initiiert worden ist diese Kooperation im Interesse der Fachkräfte von morgen vom Geonetzwerk.metropoleRuhr.

„Das Dabeisein lohnt sich“, macht Guido Michels, Leiter des Sachgebietes Geoinformationen und Statistik der Kreisverwaltung deutlich. Der regelmäßige Austausch sei für alle Beteiligten mit Mehrwerten und wertvollen Informationen verbunden. Vor wenigen Tagen war der Ennepe-Ruhr-Kreis Gastgeber des 8. Runden Tisches Ausbildung Geomatik.

Auszubildende schauen in andere Betriebe

Um die Ausbildung noch besser und attraktiver zu machen, hat dieses Gremium seit 2014 eine Vielzahl von Schulungen und Initiativen auf den Weg gebracht. Dazu zählen beispielsweise ein spezielles Ausbildungswikipedia, das als Austauschplattform dient oder Termine am Dortmunder Flughafen, wo die Luftbilderfassung und -verarbeitung geübt werden konnten.

„Ebenso sinnvoll wie begehrt ist inzwischen auch der Austausch der Auszubildenden. Da die Schwerpunkte in Verwaltungen und Betrieben teilweise sehr unterschiedlich gesetzt werden, nehmen die jungen Leute von jedem ´Gastspiel´ immer etwas mit. Sie erkennen, wie vielfältig Geomatiker und Vermessungstechniker eingesetzt werden können“, berichtet Michels.

Schülerwettbewerb bietet Chancen

Ein Thema im Schwelmer Kreishaus war auch der Schülerwettbewerb GeoAwardRuhr. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Antworten auf die Frage zu finden, wie sich Geodaten digital, kreativ und nachhaltig nutzen lassen.

„Wir laden Kinder und Jugendliche ein, Ideen für den innovativen Gebrauch von Geodaten in der Region zu entwickeln. Ob Karten, Webanwendungen oder Modelle - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und natürlich bietet jeder Beitrag die Chance, erstmals mit einem interessanten Berufsfeld in Kontakt zu kommen“, wirbt Michels.

Teilnehmen können Schüler, Projekt- und Lerngruppen aller Schulformen aus der Metropole Ruhr und Umgebung. Jede Gruppe wird mit Rat und Tat durch Fachleute aus kommunalen Verwaltungen und Wissenschaft unterstützt. Anmeldeschluss ist der 15. Dezember. Weitere Informationen im Internet unter https://geonetzwerk.metropoleruhr.de/de/geoawardruhr.

Freie Stellen für den Berufseinstieg

Michels bewertet den Wettbewerb als bestens geeignet, um junge Menschen für die Aufgaben moderner Messtechnik und das Visualisieren von Geodaten zu begeistern. Dies sei nicht nur ein spannendes, sondern für den Berufseinstieg auch lohnendes Feld.

Denn: Auszubildende für die Bereiche Geomatiker und Vermessungstechniker sind sehr gesucht, aktuell sind für Sommer 2020 längst noch nicht alle Ausbildungsplätze bei den Mitgliedern des Geonetzwerkes.metropoleRuhr besetzt. „Bei uns allerdings schon“, muss Michels Interessenten für eine Ausbildung im Schwelmer Kreishaus eine Absage erteilen.