Orkantief Ylenia: Ennepe-Ruhr-Kreis in der Nacht wenig betroffen

Die Einsätze der Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Ennepe-Ruhr-Kreis werden aus dem Schwelmer Kreishaus koordiniert./Archivbild

Die Einsätze der Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Ennepe-Ruhr-Kreis werden aus dem Schwelmer Kreishaus koordiniert./Archivbild

Das Orkantief Ylenia ist in der Nacht zu Donnerstag mit deutlich geringeren Windgeschwindigkeiten über den Ennepe-Ruhr-Kreis gezogen als angekündigt und befürchtet. Gemessen wurden 40 bis 50 Kilometer pro Stunden, in Böen 100 km/h.

Erfreuliche Folge: Die Zahl der Einsätze, die von der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus auf den Weg gebracht werden musste, blieb mit 68 (Donnerstag, 7:30 Uhr) überschaubar. Die Schwerpunkte lagen mit 20 in Witten und mit 14 in Hattingen. Die übrigen Einsätze verteilten sich auf die Städte Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter.

Ebenso positiv: Menschen sind bisher nicht verletzt worden, fast ausnahmslos waren umgestürzte Bäume der Grund für die Einsätze.

Vorsicht sollte Bürger durch den Tag begleiten

Damit dies so bleibt, wiederholt die Kreisverwaltung folgende Hinweise: Da Sturm und ergiebige Regenfälle - möglicherweise begleitet von Gewittern -  am Donnerstag anhalten sollen, sind alle Bürgerinnen und Bürger zu extremer Vorsicht aufgerufen. Wer nicht zwingend vor die Tür muss, sollte zuhause bleiben.

Ist dies nicht möglich, gilt für Fußgänger: Wälder sollten in keinem Fall betreten werden, Bäume und Dächer am Wegesrand muss man im Blick haben. Beim Autofahren ist jederzeit mit extremen Seitenwind und plötzlichen Hindernissen zu rechnen. Zudem sollte jeder im Blick behalten, ob rund um Wohnung, Garten und Balkon alles windsicher ist.

Um zeitnah Warnmeldungen zur Lage im Ennepe-Ruhr-Kreis zu erhalten, rät Rehm den Bürgerinnen und Bürgern zudem, die Warnapp NINA und die App der Kreisverwaltung auf ihren mobilen Geräten zu installieren und entsprechend einzustellen. Beide Apps sind für ihn wesentliche Warnkanäle, um die Bevölkerung direkt und rund um die Uhr über regionale und lokale Warnungen zu informieren. Dafür können die Verantwortlichen auch Push-Nachrichten einsetzen, die dann direkt auf dem Startbildschirm der mobilen Geräte erscheinen. Einzige Voraussetzung sind entsprechende Einstellungen durch den Nutzer.

Stichwort NINA und Ennepe-Ruhr-Kreis App

Beide Apps stehen in den bekannten App-Stores zum Download zur Verfügung.

NINA steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“ und ist die offizielle Warnapp des Bundes. Auf diesem Weg erhalten die Bürger wichtige Hinweise zu unterschiedlichsten Gefahrenlagen. Auf den Weg gebracht werden sie von den jeweils zuständigen Stellen, auch die Leitstelle im Schwelmer Kreishaus gehört dazu. Wer die App nutzt, kann auswählen, für welche Kreise, Gemeinden oder Umkreise er Warnmeldungen erhalten möchte.

Die Kreisverwaltung nutzt die Ennepe-Ruhr-Kreis App seit Mai 2020. Auf diesem Kanal sendet der Kreis seitdem Tag für Tag seine Informationen in die Hand- und Hosentaschen der Bürgerinnen und Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises. Dank der ebenfalls möglichen Push-Funktion ist auch diese App geeignet, eine Rolle im Bevölkerungsschutz zu übernehmen.