Pflege und Beruf: Drei Projekte aus drei Jahren Kooperation - Projekt Drei: Unternehmensmagazin

Seit drei Jahren arbeitet die Kampagne „arbeiten – pflegen – leben“ mit Studierenden der Hochschule für Gesundheit in Bochum zusammen, 18 Unternehmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis haben seitdem vom Einsatz und den Ideen der jungen Menschen profitiert. In einer Serie stellt die Kreisverwaltung nun drei Projekte zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf vor. Das hilft der Belegschaft ebenso wie den Unternehmen, die so ihre Attraktivität als familienfreundliche Arbeitgeber erhöhen können.

Vier Artikel in Mitarbeiterzeitschrift

Für pflegende Beschäftigte hält das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke viele Angebote bereit. Um diese noch bekannter zu machen, haben die Studierenden in der Mitarbeiterzeitschrift „Für uns“ eine Serie zum Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf umgesetzt.

In vier Beiträgen haben die Studierenden unter anderem über Freistellungsmöglichkeiten und praktische Hilfsmittel informiert. Interne Ansprechpersonen und die hauseigenen Beratungsmöglichkeiten wurden ebenso vorgestellt wie der Pflegekurs, der Angehörige auf die Situation Zuhause vorbereitet.

Pflege beginnt oft schleichend

Besonders gewinnbringend war laut Monika Arntzen, Pflegetrainerin im sozial-pflegerischen Dienst, ein Artikel über den oftmals schleichenden Beginn der Pflege: „Mit dem Satz ‚Ich geh doch nur einkaufen‘ sehen sich viele noch gar nicht als Pflegende – auch wenn sie schon viel für ihre Angehörigen tun.“ Ihren Kolleginnen und Kollegen empfiehlt sie, Beratungsangebote frühzeitig zu nutzen und gut auf die eigene Gesundheit zu achten.

Win-win-Situation

Beide Seiten haben durch die Kooperation gewonnen: Die Studierenden haben Praxiserfahrung gesammelt und das Krankenhaus konnte eine interne Informationskampagne verwirklichen, für die im Alltagsgeschäft keine Zeit gewesen wäre.

Für andere Unternehmen führten die Studierenden Umfragen in der Belegschaft durch und erstellten Leitfäden für Beschäftigte sowie Info-Flyer.

Im Sommersemester haben nun acht bis zehn weitere Unternehmen die Möglichkeit teilzunehmen. Interessenten können sich bis Dienstag, 5. April, per E-Mail an Christa Beermann wenden, C.Beermann@en-kreis.de.