Rettungsdienst: Kreis kann weiter auf bewährte Partner setzen

Rettungsdienst_Fahrzeuge_Trio

Die Fahrzeuge, die im Ennepe-Ruhr-Kreis im Rettungsdienst eingesetzt werden, haben ein eigenes, typisches Design sowie zeitgemäße und auffällige Blaulichtanlagen in LED-Technik in Kombination mit einer akustischen Signalanlage.

Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Sie waren Partner, sie blieben Partner: Auch ab 2022 übernehmen bekannte und bewährte Hilfsorganisationen und Unternehmen im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises wichtige Aufgaben im Rettungsdienst. Tag für Tag, Nacht für Nacht werden sie Kranken- und Rettungswagen für Einsätze zwischen Hattingen und Breckerfeld, Herdecke und Witten bereithalten. Die Verträge hierfür haben Laufzeiten zwischen 2 und 3 Jahren und können bei Bedarf um weitere 2 Jahre verlängert werden.

Nach Abschluss aller Formalien des vorgeschriebenen Auswahlverfahrens und mit Blick auf die Kriterien Preis und Qualität sind dies die Vertragspartner des Kreises: Deutsches Rotes Kreuz Schwelm (Bereich Breckerfeld/Schwelm), Johanniter-Unfallhilfe (Bereiche Ennepetal und Herdecke/Wetter), Falck (Bereich Hattingen-Bredenscheid), Deutsches Rotes Kreuz Sprockhövel (Bereich Sprockhövel) sowie Arbeiter-Samariter Bund und Deutsches Rotes Kreuz Witten (jeweils Bereich Witten).

Kreis stellt Fahrzeuge und medizinische Geräte

„Sie besetzen 8 Rettungs- und 10 Krankenwagen an 10 Rettungswachen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug in Witten. Fahrzeuge und medizinische Geräte werden ihnen von uns gestellt“, skizziert Thomas Neumann, Sachgebietsleiter Rettungsdienst, den Umfang der Ausschreibung.

In Kombination mit den Rettungs- und Krankentransportwagen sowie den Notarzteinsatzfahrzeugen, die von den Feuerwehren und kommunalen Wachen betrieben werden, bilden sie das Rückgrat, um Menschen in medizinischen Notfällen im Ennepe-Ruhr-Kreis schnell professionell helfen zu können.

Grundlage der Vergabe ist der so genannte Rettungsdienstbedarfsplan. Dieser wird regelmäßig durch den Ennepe-Ruhr-Kreis und im Zusammenspiel mit einem Fachplanungsbüro und den Krankenkassen aufgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Standortfragen für Rettungswachen sowie die Zahl der Fahrzeuge.

„Das Grundprinzip des Plans lautet: Alle Standorte im Kreis sind als Verbundsystem zu betrachten. Sie decken unabhängig von Stadtgrenzen das Kreisgebiet im notwendigen Umfang ab. In Zahlen heißt das: Das erste Rettungsmittel soll spätestens nach 12 Minuten am Einsatzort sein“, erläutert der zuständige Fachbereichsleiter Michael Schäfer.

Für 2022 kündigt er die nächste Überarbeitung des Rettungsdienstbedarfsplans an. Die dafür ermittelten Daten werden zeigen, ob und wo Standorte und Fahrzeuge zukünftig angepasst werden müssen.

Stichwort Einsatzzahlen, Einsatzablauf

Der Rettungsdienst des Ennepe-Ruhr-Kreises leistet jährlich rund 48.000 Einsätze, an gut 7.500 sind Notärzte beteiligt. Ein Notarztfahrzeug ist mit einem Rettungsassistenten oder einem Notfallsanitäter sowie dem Notarzt besetzt. Fahrzeug und Besatzung kommen immer dann zum Einsatz, wenn notärztliche Unterstützung gebraucht wird. In der Regel ist ein Rettungswagen (RTW) entweder bereits vor Ort oder aber wird zeitgleich mit dem Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert.