Ruhrpottkick endet mit dramatischen Finale

Das Finale schien entschieden, Titelverteidiger Wuppertal war nur Sekunden davon entfernt, den Ruhrpottkick erneut für sich zu entscheiden. Quasi mit dem Schlusspfiff jubelten dann aber die Spieler der Friedrich- von-Bodelschwing-Schule aus Bergkamen. Ihr Ausgleich zum 1 zu 1 bedeutete Elfmeterschießen. Wenig später lagen sie sich erneut in den Armen und reckten den Wanderpokal in den Himmel über dem Waldsportplatz in Sprockhövel. Sie hatten die Schule am Nordpark entthront.

„Alles richtig gemacht“, lautete abseits des Sportlichen das Fazit der Organisatoren des landesweiten Fußballturniers für Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Gastgeber des inzwischen dreizehnten „Ruhrpottkicks“ war die Förderschule Hiddinghausen des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Dickes Lob für die Organisatoren

„Das Wetter war nicht zu warm und nicht zu kalt und damit ideal für die Schülerinnen und Schüler. Erfreulich auch: Neben den zehn teilnehmenden Schulen mit ihren Spielern und Betreuern konnten wir auch zahlreiche Zuschauer begrüßen“, freut sich Mitorganisator Thomas Kukry.

Allein der Gastgeber, die Schule Hiddingnhausen, war mit 60 Personen auf und um den Sportplatz „am Ball“. Ein dickes Lob der Teams aus Hamm und Bergkamen, Herne und Hagen, Lüdenscheid und Iserlohn, Wuppertal und Remscheid sowie Witten und Sprockhövel verdienten sich die ehrenamtlichen Helfer des FV Hiddinghausen für Catering und Betreuung.

Schiedsrichter hatten wenig Mühe

Die Spiele in den zwei Vorrundengruppen, in denen die Teams auf Kleinfeldern und mit je sechs Feldspielern und einen Torwart um den Einzug in Halbfinale kämpften, waren fast alle hart umkämpft. „Umso erfreulicher“, unterstreicht Kukry, „ist die faire Spielweise aller Teams. Niemand verletzte sich, die Schiedsrichter Dirk Quabeck, Wolfgang Conrads und Gerrd Kaulfers hatten wenig Mühe.“

Nach zwanzig Spielen war klar: Als Top 4 dribbelten sich Bergkamen, Remscheid, Wuppertal und Hamm ins Halbfinale. Zwei Spiele später stand die Finalpaarung fest. Ausgang siehe oben. Was es heißt, den Titel des Ruhrpottkicks zu verteidigen, das können die Bergkamener dann im Herbst erleben.

Dann wird Sprockhövel Schauplatz der vierzehnten Auflage sein. Beste Gelegenheit für die Förderschulen des Ennepe-Ruhr-Kreises - die Schule Hiddinghausen und die Wittener Kämpenschule - nach toller Organisation auch ein sportliches Ausrufezeichen zu setzen und die diesmaligen fünften Plätze zu toppen.