Schwelm: Feuerwehr schult Bewohner von Flüchtlingsheim

Zum Abschluss erhielten die Bewohner eine Teilnahmeurkunde./Foto: Feuerwehr Schwelm

Auch in Wohnheimen und anderen Unterkünften für geflüchtete Menschen können Brände ausbrechen. Brandoberinspektor Stefan Rohde, Brandschutzbeauftragter der Stadt Schwelm, vermittelte Bewohnern daher jetzt das richtige Verhalten im Brandfall, erklärte die Fluchtwegekennzeichnung des Gebäudes und erläuterte, wie im Notfall die Feuerwehr alarmiert wird. Diese Brandschutzunterweisung knüpft an ein ähnliches Angebot an: Seit einiger Zeit werden auch die Bewohner der Seniorenheime von der Schwelmer Feuerwehr entsprechend aufgeklärt.

Weil der Anblick von Uniformen für Flüchtlinge mit negativen Erlebnissen und schrecklichen Ereignissen in ihren Heimatländern verbunden sein kann, ließ Rohde den „Blaurock“ beiseite. Um gut verstanden zu werden, sprach Rohde möglichst langsam und deutlich. Da einige Bewohner auch etwas Türkisch sprachen, war es von Vorteil, dass die Sozialarbeiterin Gönül Arslan übersetzen konnte. In einer kommunikativen Mischung aus englischer und deutscher Sprache, hie und da gestisch unterlegt, konnten auch kleine Dialoge geführt werden.

Einsatz von Feuerlöscher wurde praktisch geübt

Angesprochen wurde unter anderen das Thema „Frauen in Feuerwehr und Rettungsdienst“. Es wurde darauf hingewiesen, dass Frauen in Deutschland, im Gegensatz zu den Herkunftsländern einiger Flüchtlinge, die gleichen Kompetenzen wie Männer haben. Praktisch zeigte Rohde, wie es aussieht und sich anhört, wenn ein vollausgerüsteter Feuerwehrmann im Einsatzfall in Schutzkleidung inklusive Atemschutzgerät und Maske in die Einrichtung kommt.

Im Teil unter freiem Himmel erklärte der Brandschutzbeauftragte den Bewohnern, wie Feuerlöscher funktionieren und angewendet werden. Umsetzen konnten sie das Gehörte an einem mitgebrachten, von Propangas betriebenen Feuerlöschtrainer.

Fettbrand niemals mit Wasser löschen

Um die mit Fettbränden verbundenen Risiken zu verdeutlichen, erhitzte Rohde Sonnenblumenöl in einem Topf und brachte es zum Brennen. Aus sicherem Abstand beobachteten die Flüchtlinge, wie falsch es ist, hier auf Wasser zum Löschen zu setzen. Die hierdurch ausgelöste Fettexplosion mit einer rund zwei Meter hohen Feuerwalze sorgte für erschrecktes Erstaunen. Anschließend demonstrierte Rohde, wie es gefahrlos geht: Er legte einfach einen Deckel auf den Topf, machte die Herdplatte aus und ließ den Topf auskühlen.

Fazit des Angebotes: Die Teilnehmer konnten wie geplant für Gefahren und Vorbeugung sensibilisiert und über die Arbeit der Feuerwehr informiert werden.

Quelle: Presseinformation der Stadt Schwelm