Strom: VER wird zum Eigenversorger

Peter Bökenkötter (li.) und Thorsten Coß neben der Anlage, die für Strom „made auf dem Dach der VER“ sorgen wird./Foto: Bernd Henkel/AVU

Peter Bökenkötter (li.) und Thorsten Coß neben der Anlage, die für Strom „made auf dem Dach der VER“ sorgen wird./Foto: Bernd Henkel/AVU

Die Busse der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) parken demnächst unter einem Kraftwerk, genauer gesagt unter einem Sonnenkraftwerk. VER und AVU Serviceplus stellten jetzt die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Busdepots in Ennepetal vor.

Ihre Ausmaße sind imposant: 1.374 Module auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern. Die Leistung ebenfalls, sie liegt bei 446,55 kWp, gleichbedeutend mit jährlich rund 384.000 Kilowattstunden Strom - eine Menge, die für rund 100 Drei-Personen-Haushalte ausreichend wäre.

Erste Überlegungen liegen drei Jahre zurück

Eigentümer der Anlage ist die VER. Geschäftsführer Peter Bökenkötter betont: „Wir werden fast 70 Prozent des erzeugten Stroms selbst nutzen, nur den kleineren Teil ins Netz einspeisen. Das ist für uns eine ideale wirtschaftliche Lösung, die wir mit Hilfe der AVU Serviceplus so konzipiert haben.“

Die AVU-Tochtergesellschaft für Energieeffizienz und erneuerbare Energien hat das Verkehrsunternehmen beraten und begleitet. „Wir haben uns um die technische Konzeption, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Ausschreibung, Formalien und vieles mehr gekümmert", zählt Serviceplus-Geschäftsführer Thorsten Coß auf.

Ausgangspunkt des Projektes für umweltfreundlichen Strom „made auf dem VER-Dach“ war die Teilnahme des Unternehmens an der dritten ÖKOPROFIT-Runde 2016/17. „Seinerzeit haben wir Kraft-Wärme-Kopplung wegen des geringen Wärmebedarfs der VER schnell ausgeschlossen. Stattdessen lag unser Fokus auf dem sehr großen Dach“, berichtet Coß.

Photovoltaik-Anlage weiterer Baustein im Gesamtkonzept

Aus den Überlegungen wurden Tatsachen. Klarer Pluspunkt für die Umwelt: Die Anlage hilft, jährlich 180 Tonnen des klimaschädlichen CO2 einzusparen.

Für die VER ist die Photovoltaik-Anlage ein weiterer Baustein in einem Gesamtkonzept. Bereits im November hatte es das Zertifikat zum Energieaudit gegeben. In der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung werden Energieeinsatz und -verbrauch eines Unternehmens systematisch untersucht, um die Energieeffizienz zu verbessern und den Energieverbrauch zu verringern.

Auch hier arbeiteten VER und AVU Serviceplus zusammen. Die Beleuchtung wurde teilweise auf LED umgestellt, die Druckluftanlage optimiert, der Fahrzeugeinsatz verbessert und das Erzeugen von Strom auf das Dach verlagert. „Erkennbar ist: Wir setzen unseren Weg zu mehr Klimaverträglichkeit konsequent fort“, so Bökenkötter.

Quelle: Presseinformation der AVU, Gevelsberg