Ungetrübter Badespaß im Naturbad Glörtalsperre

Die Phase der letzten aufwändigen Prüfung und Sanierung der Staumauer inklusive Ablassen der Talsperre nutzten die Verantwortlichen auch für Verbesserungen im Naturbad. Das Foto zeigt sie bei einem Ortstermin im Sommer 2020./Foto: Regionalverband Ruhr

Die Phase der letzten aufwändigen Prüfung und Sanierung der Staumauer inklusive Ablassen der Talsperre nutzten die Verantwortlichen auch für Verbesserungen im Naturbad. Das Foto zeigt sie bei einem Ortstermin im Sommer 2020./Foto: Regionalverband Ruhr

Die Ruhr - das Foto zeigt einen Flussabschnitt in Hattingen - gilt im Kreis nicht als Badegewässer. An vielen Stellen gefährden Strömungen auch das Leben guter Schwimmer.

Die Ruhr - das Foto zeigt einen Flussabschnitt in Hattingen - gilt im Kreis nicht als Badegewässer. An vielen Stellen gefährden Strömungen auch das Leben guter Schwimmer.

Die Badesaison 2021 kann kommen: Wie vielen anderen Badeseen in Nordrhein-Westfalen hat das NRW-Umweltministerium auch der Glörtalsperre im Ennepe-Ruhr-Kreis eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.  Damit verbunden sind die Aussagen: Das Baden ist uneingeschränkt möglich, die Keimzahl bei den bakteriologischen Parametern sehr gering. 

Für das Naturbad der insgesamt 30 Hektar großen Glörtalsperre ist eine „ausgezeichnete Wasserqualität" beste Tradition. Nie in den zurückliegenden Jahren fiel das Untersuchungsergebnis anders aus.

Wie bereits in der letzten Badesaison profiteren die Besucher auch 2021 von Verbesserungen an der Badestelle. Hierfür haben die Gesellschafter - der Regionalverband Ruhr (RVR), der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Märkische Kreis sowie die Städte Breckerfeld, Halver und die Gemeinde Schalksmühle - mehr als 550.000 Euro ausgegeben.

Erst baden, dann wandern

Die Badestelle befindet sich am Nordufer. Der Eintritt ist frei. Für ein gutes und sicherer Miteinander aller Gäste haben die Verantwortlichen Regeln formuliert.

Dazu zählen die Vorgaben: Kein Zelten, Grillen und kein Mitbringen von Glasflaschen in das Naturbad. Nicht zulässig sind zudem Lagerfeuer sowie das Surfen und Bootfahren. Alle Details finden sich in der Badeordnung am Ende dieser Seite.

Nach dem Badespaß laden noch zahlreiche Rund- und Wanderwege zur Erholung in der Natur ein. Ein Spaziergang um die Glör (3,4 km) ist in 45 Minuten gut zu bewältigen. Der Rundweg einmal um die Talsperre ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet.

Weitere Informationen über die Glörtalsperre finden sich hier.

Stichwort Badeseen in NRW

Alle für den Badebetrieb freigegebenen Gewässer werden in NRW regelmäßig auf Verunreinigungen untersucht. Die Daten der letzten Jahre und der laufenden Badesaison sind in der aktuellen Badegewässerkarte dargestellt. Sie ist im Internet unter www.badegewaesser.nrw.de zu finden.

Stichwort Baden in der Ruhr

Nach einem jahrzehntelang anhaltenden Badeverbot ist das Schwimmen in der Ruhr an einer 50 mal 15 Meter großen Badestelle am Essener Baldeneysee wieder möglich. Für den Flussabschnitt im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Ruhrseen in Herdecke, Wetter und Witten gilt die Ruhr aber weiterhin nicht als Badegewässer.

Warum die Badestelle in Essen als „rechtskonform" gilt und was zu beachten ist, erläutert der Ruhrverband auf seiner Internetseite:

„Vor allem bei starkem Regen kann es vorkommen, dass Abwässer ungereinigt in den Fluss gelangen und dadurch bestimmte Grenzwerte überschritten werden. Ein eigens entwickeltes Frühwarnsystem zeigt jetzt an, ob das Baden an der Essener Badestelle gesundheitlich unbedenklich ist." Interessierte finden die tagesaktuelle Information unter www.seaside-beach.de.

Anders als am Baldeneysee lauern im Ennepe-Ruhr-Kreis beim nach wie vor unerlaubten Sprung in die Ruhr neben gesundheitlichen Gefahren auch Risiken für Leib und Leben. Strömungen, Steine und andere Unwägbarkeiten machen das Baden im Fluss auch für gute Schwimmer zum unkalkulierbaren Risiko.

Todesfälle und Rettungsaktionen, die in den letzten Jahren immer wieder zu verzeichnen waren, sollten jedem eine Warnung sein. Auf Nummer sicher beim Sprung ins kühle Nasse geht nur, wer an ausgewiesenen Badestellen oder in Freibädern Erfrischung sucht.