Wasserwerk Volmarstein: Bürger formulieren Ideen

Bürgerwerkstatt im Stadtsaal/Fotos: Stadt Wetter (Ruhr)

Bürgerwerkstatt im Stadtsaal/Fotos: Stadt Wetter (Ruhr)

„Sie haben sehr viele interessante Ideen und neue Sichtweisen eingebracht. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihren Input, die ein breites Spektrum an Möglichkeiten dargelegt haben." So beendete Bürgermeister Frank Hasenberg nach knapp zwei Stunden einen regen Ideenaustausch rund um die Planungen zur Zukunft des Wasserwerks Wetter-Volmarstein.

Die Entwicklung des Wasserwerkes, das sich im Besitz des heimischen Energieversorgers AVU befindet, ist neben der historischen Freiheit in Alt-Wetter das zentrale Projekt im Rahmen der Entwicklungsstudie Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal und der Bewerbung im Rahmen der IGA 2027.

Rund 30 Bürger, die bereits vorab das Wasserwerk und die unmittelbare Umgebung der Ruhrauen besichtigt hatten, konnten im Stadtsaal ihre Ideen, Anregungen und Kritik einbringen. Neben Vertretern der Stadt Wetter (Ruhr) waren auch - wie bei der Besichtigung - Experten der „Planergruppe Oberhausen“ und des Architekturbüros Böll aus Essen anwesend.

Spannende Szenarien für Zukunftsnutzung

Nachdem die Experten erste Überlegungen und Skizzen ihrer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Wasserwerks und des umliegenden Areals vorgestellt hatten, konnten die Bürger ihre Ideen einbringen - frei nach der Frage: „Was machen Sie 2030 auf dem Gelände des Wasserwerks an einem freien Tag?“ Danach folgte ein moderierter Dialog zu den Themen Anbindung, Gebäudenutzung und Freiflächen/Gebäude/Ruhrinsel Umgebung.

Aus dieser Diskussion ergaben sich spannende Szenarien für eine mögliche Zukunftsnutzung des Wasserwerks. Die Vorschläge reichten von Räumen für Museen, Lernwerkstätten für Schüler, Gastronomie/Cafés, kleiner Bühne für Veranstaltungen bis zu einem Sandstrand/Strandbar und Übernachtungsmöglichkeiten wie etwa der Umgebung angepasste Boutique-Hotels. Eine weitere Idee: Ein Festivalgelände für unterschiedliche Veranstaltungen.

Seil-Flussfähre, Rikscha-Shuttle, Seilbahn

Unter dem Motto „Das Gelände wieder für die Menschen offener und erlebbarer machen“ ging es vor allem um die Frage, wie man das Areal mit bestehenden und neuen Wegen für die Naherholung oder auch für die reine Naturerfahrung (Beobachtungsstation für Wildvögel, Naturerlebnispfad, Streuobstwiesen, Gemüseanbau, Aussichtsplattform) nutzbarer machen könne.

Mit dem Wunsch nach möglichst viel Natur kombiniert war auch die vielfache Forderung, Autos soweit wie möglich aus diesem Bereich herauszuhalten. Was neue Zugangsmöglichkeiten betrifft, reichten die Ideen von neuen Fußgängerbrücken über das Attraktiveren der historischen Seilhängebrücke über eine Seil-Flussfähre und einen Rikscha-Shuttle bis zur Realisierung einer Seilbahn, die etwa von einer Station am See- oder Ringplatz aus über das Wasserwerk bis zur Burgruine in Volmarstein reichen könne.

Studie soll bis Januar vorliegen

„Wir freuen uns über die zahlreichen Ideen aus der Bürgerschaft. Das war jetzt ein erster Planungsschritt. Welches Trägermodell für das Wasserwerk zukünftig in Frage kommt und inwieweit wir die Vorschläge finanzieren und damit umsetzen können, ist in diesem Stadium der Planungen noch nicht konkret zu benennen“, machte Baufachbereichsleiterin Birgit Gräfen-Loer deutlich.

Die Vorschläge werden vom Architekturbüro Boll und der Planergruppe Oberhausen in die Machbarkeitsstudie eingearbeitet, die im Dezember oder Januar vorgestellt werden soll.

Weitere Ideen können noch unter https://www.o-sp.de/wetter/plan?L1=7&pid=52551 eingereicht werden.

Quelle: Presseinformation der Stadt Wetter (Ruhr)