Woche der Vielfalt – Rund 30 Akteure boten Programm

Woche der Vielfalt 2020

Beim Themenabend „Lass mal reden… über: Wessen Erinnerung zählt?“ mit dem Migrationsforscher Mark Terkessidis wurde das Thema Kolonialismus aus einer neuen Perspektive beleuchtet und auf problematische Kulturen der Erinnerung eingegangen. Foto: UvK/ Ennepe-Ruhr-Kreis

Von Schulen, Kitas und Jugendzentren bis hin zu Museen, Vereinen und Bibliotheken – auch in diesem Jahr waren wieder viele Einrichtungen dem Aufruf des Kommunalen Integrationszentrums (KI) gefolgt und boten Anfang Oktober eine Woche lang Aktionen rund um das Thema „Vielfalt“ an. Rund 30 Einrichtungen waren an der bereits zum dritten Mal stattfindenden „Woche der Vielfalt“ am Start.

Los ging es humorvoll: Das Comedy-Trio „acht p.m.“ stimmte das Publikum mit viel Witz, Situationskomik und Musikeinlagen, in denen verschiedene Migrations- und Integrationserfahrung verarbeitet wurden, auf die Aktionswoche ein. Die Auftaktveranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums des Ennepe-Ruhr-Kreises fand unter strengen Corona-Schutzauflagen in der Aula des Schulzentrums West in Gevelsberg statt.

Bei den Angeboten für die Kleinen stand besonders die Sprachförderung im Vordergrund – sowohl über Bewegung, Spiel oder Experimente wurden mehrsprachige Situationen geschaffen. Schulen und Jugendzentren boten ebenfalls Angebote zur Auseinandersetzung mit Sprache. Aber auch das Kennenlernen und probieren von internationaler Köstlichkeiten bildet die Vielfalt der Kulturen ab und hatte seinen Platz im Programm. Kulinarisches bot beispielsweise auch die Flüchtlingshilfe Sprockhövel an. Sie luden neben gemeinsamen Spiel- und Kreativabenden zum Kochen ein.

Afrika – mit dem zweitgrößten Kontinent der Erde befasste sich das Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz. In einer Dialogkonferenz sowie einem Themennachmittag rund um die kulturelle Vielfalt Afrikas tauchten die Teilnehmer in fremde Welten ein.

Zu Wort kamen Menschen mit Einwanderungs- und Fluchterfahrung bei der Diakonie Mark-Ruhr, im Quartiersmanagement Witten Heven-Ost/ Crengeldanz und auf einer Veranstaltung des Soli-Flüchtlings-Fonds Ennepetal. Sie erzählten interessierten Bürgern von ihren Erfahrungen im Herkunftsland und konnten die Zuhörer für spannende, aber auch ernste Themen im Kontext von Migration sensibilisieren.

Beim Themenabend „Lass mal reden… über: Wessen Erinnerung zählt?“ mit dem Migrationsforscher Mark Terkessidis wurde das Thema Kolonialismus aus einer neuen Perspektive beleuchtet und auf problematische Kulturen der Erinnerung eingegangen.

„Die Tatsache, dass die „Woche der Vielfalt“ auch im dritten Jahr neue Aktionen, Themen und Diskussionsanlässe bot, hat uns gezeigt, wie wichtig das Thema in unserer Gesellschaft nach wie vor ist“, zieht Armin Suceska vom Kommunalen Integrationszentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises ein positives Fazit der Woche. Besonders erfreulich für die Organisatoren vom KI war auch, dass der Großteil der Veranstalter trotz strenger Corona-Auflagen an der Aktionswoche festhielten.

„Ein paar Akteure mussten uns kurzfristig absagen. Die meisten Veranstaltungen konnten jedoch nach mehreren Planungsänderungen und kreativen Lösungen im Umgang mit den geltenden Hygienemaßnahmen, größtenteils auch für externe Gäste durchgeführt werden“, so Verena Eberhardt vom KI. Eine Dokumentation der gesamten Aktivitäten ist auf der Homepage des Kreises zu sehen.

Beteiligte Akteure „Woche der Vielfalt“

Baedekerschule Witten, Bosnisches Kulturzentrum Gemeinde Witten e.V., Brückenprojekt „BUNTE ELEFANTEN“ des Kinderschutzbund Schwelm, Diakonie Mark-Ruhr; Servicestelle Ehrenamt und Regionale Flüchtlingsberatung, Witten, Familienzentrum Fröbelhaus, Wetter, Flüchtlingshilfe Sprockhövel, Integrationsagentur Jüdische Gemeinde, Hattingen, Jugendzentrum Schwelm, Katholisches Familienzentrum St. Elisabeth, Ennepetal, Kita Crengeldanz, Witte, Kita Neddenbur, Witte, LWL-Industriemuseum Henrichshütte, Hattingen, migration miteinander e.V., Witten, Mortimer English Club, Hattingen, nouranour, Witten, KITA-Einstieg mit verschiedenen Kooperationskitas aus Hattingen, Quartiersmanagement Witten Heven-Ost / Crengeldanz in Kooperation mit dem Afghanischen Kulturverein Witten/Ruhr, Soli-Flüchtlings-Fonds Ennepetal, Stadt Hattingen mit dem Integrationsrat Hattingen, Stadt Sprockhövel/Stadtbibliothek, Städtische Familienzentrum und Kita an der Erlenschule, Witten, Städtische Musikschule Herdecke, Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz (WIIK e.V.) sowie Veranstaltungen des Kommunalen Integrationszentrums in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk NRW sowie der Landesmusikakademie NRW