Zensus 2022: Kreis sucht Ehrenamtliche für Erhebung

Mit dem „Zensus 2022“ nimmt Deutschland in diesem Jahr wieder an einer EU-weiten statistischen Erhebung („Volkszählung“) teil. Teil des Zensus ist eine Haushaltsbefragung, bei der per Zufallsstichprobe ausgewählte Bürgerinnen und Bürger unter anderem Angaben zu Bildung und Beruf machen. Für diese Erhebung sucht der Ennepe-Ruhr-Kreis noch ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte.

Die Befragungen finden zwischen dem 15. Mai und Anfang August statt. Nach einer Schulung im April erhält jeder Erhebungsbeauftragte eine Liste mit rund 140 zu befragenden Personen im Kreisgebiet, die zur Auskunft rechtlich verpflichtet sind. Vor Ort stellen die Beauftragten die Existenz der Haushaltsmitglieder fest und händigen ihnen ein Schreiben mit Zugangsdaten zu einem Online-Fragebogen aus.

Freie Zeiteinteilung, Aufwandsentschädigung

Für diese Aufgaben werden engagierte und vertrauenswürdige Personen ab 18 Jahren mit guten Deutschkenntnissen gesucht, die im Befragungszeitraum vollständig gegen das Corona-Virus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Abgesehen von wenigen Vorgaben können sie sich ihre Zeit frei einteilen, also beispielsweise auch am Wochenende arbeiten.

Die Erhebungsbeauftragten sind ehrenamtlich tätig, erhalten aber eine Aufwandsentschädigung von rund 1.000 Euro. Die exakte Höhe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und kann erst nach Abschluss der Erhebung bestimmt werden.

Bewerbung über Online-Formular

Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden Haushalte an rund 4.500 Anschriften Besuch von einem Erhebungsbeauftragten bekommen. Die Stichprobenbefragung wird von der Erhebungsstelle koordiniert. Sie befindet sich auf dem Betriebsgelände der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr in Ennepetal und ist von der Kreisverwaltung getrennt.

Wer Erhebungsbeauftragter werden möchte, kann sich schnell und einfach über das Bewerbungsformular auf dieser Seite registrieren. Fragen beantwortet die Erhebungsstellenleitung, Ansprechpartner sind Jan Marten Wienands und Annika Zwick, Email: zensus@en-kreis.de, Tel.: 02336/93 2809 und 02336/93 2810.

Stichwort Zensus

Der EU-weite Zensus soll seit 2011 eigentlich alle 10 Jahre stattfinden, pandemiebedingt war die Erhebung von 2021 auf 2022 verschoben worden. Die Ergebnisse der Erhebung liefern Bund, Ländern und Kommunen verlässliche Basiszahlen, wenn es beispielsweise darum geht, Wohnraum sowie Kindergärten, Schulen oder Pflegeheime zu planen.

Um unter anderem zu ermitteln, wie viele Menschen in Deutschland, wie viele im Ennepe-Ruhr-Kreis leben und wie sie wohnen und arbeiten, wird vor allem auf Daten von Behörden zurückgegriffen. Hierzu zählen Melderegister der Kommunen, die Register der Bundesagentur für Arbeit, weitere erwerbsstatistische Register sowie Daten der Vermessungsverwaltungen. Ergänzend laufen die Befragungen in den ausgewählten Haushalten, außerdem führen die statistischen Ämter der Länder eine schriftliche Gebäude- und Wohnungszählung durch.

Weitere Informationen zum „Zensus 2022“ sowie Erklärvideos in verschiedenen Sprachen finden sich unter www.zensus2022.de.