Ausbildungsmesse EN 2018: Jobcenter EN zum 10. Mal mit Stand dabei

Ende September fand in Ennepetal die zehnte Auflage der Ausbildungsmesse EN unter dem Motto „Für die Zukunft ausbilden“ im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) statt. Insgesamt 5.000 Schülerinnen und Schüler kamen zur Ausbildungsmesse in Ennepetal. 138 Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung, Institutionen aus dem öffentlichen Dienst und fünf Hochschulen präsentierten 200 Ausbildungsberufe und 100 duale Studiengänge an einem Messetag. Die Unternehmen nutzten die Chance, sich und ihre Angebote offensiv vorzustellen und mit ihren Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen. Zu den Ausstellern gehörten auch Behörden wie Kreis- und Stadtverwaltungen. So war neben der Agentur für Arbeit auch das Jobcenter EN mit einem eigenen Messestand vor Ort. Die Experten des Jobcenters EN präsentierten sich nicht zuletzt als wichtige Schnittstelle und informierten über berufliche (Einstiegs-)Möglichkeiten im Jobcenter, sowie über die Aufgaben und den Service des Jobcenters EN im Bereich der Förderung von Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen.

10 Jahre Ausbildungsmesse EN – Besonderer Dank an die Organisatoren

Zur Jubiläumsausgabe bedankte sich Landrat Olaf Schade bei den Organisatoren der „größten nicht-kommerziellen Ausbildungsmesse Deutschlands“, die seit ihrer Premiere im Jahr 2009 über 60.000 junge Menschen besucht haben: „Herzlichen Dank in unserer aller Namen an die EN-Agentur und die Agentur Mark Ruhr, ganz besonders an Frau Dr. Gisela Tervooren, die seit zehn Jahren dabei ist, doch in diesem Jahr in den Ruhestand geht. Die Messe ist auch ihr Kind!“ Jahr für Jahr organisierte Frau Tervooren federführend die Messe. Schade bezeichnet die Messe als Spiegel der Wirtschaftskraft im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Waren die Aussteller anfangs noch nur mit kleinen Ständen oder einfachen Tischen als Stände vor Ort, so präsentieren sie sich jetzt mit professionellen Messewänden“, resümiert Schade. „Ab dem zweiten Besuch professionalisieren die Aussteller ihre Auftritte, weil sie sehen, was ihnen unsere Messe bringt“, betont auch Tervooren. In der Professionalisierung der Stände sieht Frau Tervooren zudem eine besondere Wertschätzung an die Besucherinnen und Besucher der Messe. Das Ziel der Messe sei es von Anfang an gewesen eine Begegnung zwischen jungen Leuten und Arbeitgebern herzustellen, immer Brücken herzustellen, damit junge Leute herausfinden, was sie machen möchten. Der Dank in diesem Jahr galt besonders den 34 Ausstellern, die bereits seit der Premierenveranstaltung im Jahr 2009 dabei sind. Für die zehnjährige Treue bedankten sich die Organisatoren feierlich im Ausstellercafé bei Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen mit einer Metallplakette. Zu den prämierten Ausstellern zählt auch das Jobcenter EN.

Hartz IV? Nicht mit mir! Es ist Dein Leben! Mach was draus!

Das Jobcenter EN verzichtete erneut bei seiner Präsentation bewusst auf die sonst üblichen Messeartikel und „Give-Aways“. Stattdessen gab es am Jobcenter-Messestand einen gesunden Snack: Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Messestand vor Ort verteilten rote Äpfel mit dem Jobcenter-Logo an die Messebesucherinnen und -besucher. Die Idee der Äpfel als Leitmotiv und der Slogan „Hartz IV? Nicht mit mir! Es ist Dein Leben! Mach was draus!“ fand nicht nur bei Schülerinnen und Schülern großen Anklang. Damit weckte das Jobcenter EN das Interesse vieler, mehr zu erfahren, mit dem Jobcenter in den Dialog zu treten. „Was hat ein Apfel mit Hartz IV zu tun?“, fragten viele. Henrico Hummel, Ausbildungsvermittler im Jobcenter EN, gibt die Antwort: „Wir möchten die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass jeder junge Mensch, ob bedürftig oder nicht, sein eigenes Leben vor sich hat.“ Vassiliki Stadimos, Öffentlichkeitsarbeit Jobcenter EN, erklärt die Idee der Apfel-Kampagne: “Das alte Sprichwort - und leider fest verankerte Vorurteil in unserer Gesellschaft - nämlich, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, gilt unserer Meinung nicht. Wir bestärken junge Menschen im ALG II-Bezug auf dem Weg zu ihrem Traumberuf.“

Bei der Präsentation von über 200 Berufen wurden keine Mühen gescheut

Insgesamt zieht das Jobcenter EN eine positive Bilanz der Ausbildungsmesse EN und lobt die hervorragende Organisation und die interessierten Schülerinnen und Schüler. Auch in diesem Jahr war die Messe für alle ein voller Erfolg. Es ist den Organisatoren gelungen, Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen, Ausbildungsbetrieben und potentiellen Arbeitgebern aus der Region, zusammenzuführen. Beide Seiten sind einen wichtigen Schritt aufeinander zugegangen, haben sich „gegenseitig beschnuppert“. Ein erstes, beruflich orientiertes beidseitiges sich Kennenlernen ergab sich hier und da im Gespräch, Jugendliche konnten ihr soziales Netzwerk in Richtung Traumberuf erweitern, den einen oder anderen Arbeitgeber gar von sich überzeugen. Unterschiedliche Berufe wurden teilweise zum Anfassen nah, ganz praktisch und anschaulich vor Ort vorgestellt, Berufe wurden in den Hallen hautnah erlebbar gemacht. Aber nicht nur die Unternehmen warben für sich, auch viele Jugendliche nutzten die Messe zur Selbstvermarktung und reichten an Ort und Stelle ihre Bewerbungsunterlagen bei ihrem Wunschunternehmen ein.

Authentizität durch Auszubildende als Fürsprecher ihres Ausbildungsberufes

Einer der Schwerpunkte des Gesamtkonzepts der Messe ist, dass Auszubildende zu Wort kommen. Viele der Aussteller ließen tatsächlich ihre eigenen Auszubildenden für sich sprechen. Und so fanden an vielen Messeständen authentische Dialoge statt, aktuell in Ausbildung befindliche junge Menschen berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen im jeweiligen Ausbildungsbetrieb und standen mit Begeisterung Rede und Antwort.