Info-Veranstaltung bei der VHS Ennepe-Ruhr-Süd

„Familiären Pflichten und die Herausforderung einer Ausbildung unter einen Hut zu bringen, das war lange nahezu unmöglich. Insbesondere für junge Mütter waren damit die Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz vergleichsweise gering. Mit der steigenden Bereitschaft von Unternehmen, eine Ausbildung in Teilzeit anzubieten, hat sich hier erfreulicherweise einiges zum Positiven verändert“, erläutert Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreis und Mitwirkende im Bündnis Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr.

Mit einer Informationsveranstaltung will das Bündnis am kommenden Donnerstag, 27. Oktober, zwischen 10 und 11.30 Uhr in der Volkshochschule (VHS) Ennepe-Ruhr-Süd in Gevelsberg (Mittelstraße 86-88) aufzeigen, wie Ausbildung in Teilzeit gelingen kann, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind und welche Anforderungen gestellt werden. Auf dem Programm stehen neben zahlreichen Fakten auch Beispiele aus der Praxis.

„Mit diesem Angebot haben wir in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Beermann. Als Beispiel nennt sie das letzte Frühstück im Frühjahr in Witten. „Seinerzeit konnten wir rund fünfzig Interessierte begrüßen. Das Teilnehmerfeld war dabei bunt gemischt, Unternehmer, potentielle Auszubildende sowie Mitarbeiter von Jobcenter EN und Agentur für Arbeit waren unserer Einladung gefolgt.“ Für Gevelsberg rechnen die Organisatoren mit einer ähnlichen Resonanz und den damit verbundenen Werbeeffekt für eine Ausbildungsform, die bei vielen immer noch unbekannt ist.

„Unsere Werbung“, so Beermann, „hält übrigens, was sie verspricht. Aus Betrieben, die sich darauf eingelassen haben, in Teilzeit auszubilden, erhalten wir mit Blick auf den Nachwuchs beispielsweise häufig die Rückmeldung, sie seien besonders verantwortungsbewusst und reifer als andere Auszubildende, gut organisiert und einsatzfreudig.“ Eine Erklärung für diese an den Tag gelegten Qualitäten: Teilzeitauszubildende haben im Gegensatz zu ihren Vollzeitkollegen bereits Verantwortung für Kinder oder Angehörige zu tragen, müssen ihr Leben straffer organisieren und versuchen, möglichst viel möglichst effektiv unter einen Hut zu bringen.

So verwundert es nicht: Viele Betriebe, die sich einmal für einen Auszubildenden in Teilzeit entschieden haben, wiederholen das Angebot. Bewährt habe sich das Modell auch immer dann, wenn eine bereits bestehende Vollzeit Ausbildung wegen Nachwuchses nicht beendet werden konnte und daher auf Teilzeit umgestellt wurde. Das Unternehmen behält einen eingearbeiteten Lehrling und muss nicht neu suchen und die Betroffene kann ihren Weg weitegehen.

Anmeldungen und Rückfragen zum Informationsfrühstück bitte an Damian Stronczik von der VHS Ennepe-Ruhr-Süd, Tel.: 02332/918 61 55, Email: stronczik@vhs-en-sued.de

Die Einladung und Anmeldung finden Sie hier.

Stichwort Bündnis Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr

Das Bündnis für Teilzeitausbildung im Ennepe-Ruhr-Kreis wirbt bereits seit einigen Jahren für diese Form des Berufseinstiegs. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die zukünftigen Schwierigkeiten für Unternehmen, Auszubildende zu finden, sehen die Initiatoren im Teilzeitmodell einen Pluspunkt für Firmen, wenn es darum geht, für den Nachwuchs attraktiv zu sein und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen.

Zum Bündnis zählen: Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK), Handwerkskammer Dortmund, Arbeiterwohlfahrt (AWO), HAZ Arbeit+Zukunft, Volkshochschule (VHS) Ennepe-Ruhr-Süd, QuaBed, Agentur für Arbeit, Jobcenter EN, Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region, Netzwerk W(iedereinstieg) EN, der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Gevelsberg.