Familienkalender verknüpft Terminmanagement mit Informationen

"Der neue Familienkalender? Ja cool, den können wir gut gebrauchen. Der hängt schon seit Jahren in unserer Küche, liefert die familiäre Terminübersicht und wertvolle Tipps." Zielgruppe trifft Anlieferung oder - mit anderen Worten - als die Palette mit dem Kalender im Gevelsberger Rathaus angeliefert wird, sind die Mädchen und Jungen der 8. Klasse der Realschule zufällig gerade in Eingangsbereich. Nahezu niemand greift nicht direkt zu. Drei Stunden später sind Christel Hofschröer und Jana Halm zu Gast beim Treffen der Familienzentren und ihrer Kooperationspartner aus Gevelsberg, Ennepetal und Schwelm. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gevelsberg und die Mitarbeiterin der Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft der Diakonie Ennepe-Ruhr/Hagen gGmbH sind zwei der Kalendermacherinnen vom Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr.

Familienkalender 2019 vom Netzwerk W(iedereinstieg)- druckfrisch vorgestellt

Im AWO Freizeitzentrum Schultenstraße stellen die beiden das noch druckfrische Werk vor. Um die Termine von Klein und Groß zwischen Januar und Dezember 2019 im Blick zu behalten, bietet jedes Monatsblatt fünf Spalten. "Ob Arztbesuch oder Bewerbungsgespräch, Arbeiten in der Schule oder private Feiern - Tag für Tag ist eine Vielzahl von Einträgen möglich. An der einen oder anderen Stelle haben wir aber auch schon Vormerkenswertes eindrucken lassen", verraten Hofschröer und Halm. Berücksichtigt wurden beispielsweise Traditionsveranstaltungen, Angebote rund um Ausbildung und Weiterbildung im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie Ferientermine und Feiertage. Alle drei Monate liefert jeweils eine Seite umfassende Hinweise, die auf die Anforderungen von Familien zugeschnitten sind.

Besonders im Blick der Macherinnen: Ein-Eltern-Familien, Wiedereinsteigerinnen und Frauen auf Arbeitssuche

Im Blick haben die Macherinnen dabei insbesondere Ein-Eltern-Familien sowie Wiedereinsteigerinnen und arbeitsuchende Frauen. Vorgestellt werden Erfolgsfaktoren für berufliche Weiterbildung, die Möglichkeit, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren oder Angebote, die es erleichtern, Kinder und Arbeit oder Büro und Pflege unter einen Hut zu bringen. "Eine wahre Fundgrube für viele und eine Zusammenfassung von Einzelinformationen, die sonst auf einzelnen Plakaten oder Flyern verteilt sind", findet Hofschröer. Wie gut sie angenommen und genutzt werden, berichtete Nicole Tugend, Einrichtungsleiterin des AWO Familienzentrums Gevelsberg. "Im Oktober hatten wir eine Veranstaltung zur Teilzeitausbildung. Der Termin war im Familienkalender eingetragen. Das hatte zwei Effekte: Zum einen hatten wir ein weiteres Medium, um den Termin bekannt zu machen. Der Erfolg war ein sehr guter Besuch. Zum anderen konnten alleinerziehende-Kalendernutzer-Mütter ihre Teilnahme langfristiger planen. Gerade sie haben ja immer Schwierigkeiten, wenn sie erst kurzfristig von einem Angebot erfahren." Tugend und ihre Kolleginnen bewerten den Kalender längst als Rundum-Sorglos-Paket. Er helfe Familien in verschiedensten Lebensphasen, habe dank der Nennung von Ansprechpersonen und Anlaufstellen einen hohen praktischen Wert und überzeuge mit fröhlichen Bildern von Menschen aus der Region.

Stichwort Familienkalender und Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr

Der Kalender erscheint inzwischen zum sechsten Mal. Mit Unterstützung des Jobcenters EN, des Landes und der EU konnten erneut 12.000 Exemplare gedruckt werden. Zu finden ist er ab sofort und solange der Vorrat reicht unter anderem in den Rathäusern der neun kreisangehörigen Städte, im Kreishaus sowie den Regionalstellen des Jobcenters EN, in Volkshochschulen, Familienzentren und Beratungsstellen. In höherer Auflage ist er für beratende Stellen zu beziehen bei Sabine Neuhaus, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt/Projektkoordinatorin des Jobcenters, S.Neuhaus(at)en-kreis.de. Für das Netzwerk W(iedereinstieg) ist der Kalender ein wichtiger Baustein für die Öffentlichkeitsarbeit.

Hintergrundwissen Netwzerk W(iedereinstieg)

Das Netzwerk ist eine Initiative regionaler Akteure. Es engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für den Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere auch um die Vereinbarkeit von Beruf und die Pflege von Angehörigen. Das Netzwerk wird koordiniert von der Demografiebeauftragten des Ennepe-Ruhr-Kreises, Christa Beermann, Tel.: 02336/93 2223, Email: C.Beermann(at)en-kreis.de, Informationen unter www.arbeiten-pflegen-leben.de.

Quelle: Presseinfo Ennepe-Ruhr-Kreis

Hier geht es zu einer PDF-Version des Kalenders.

Familienkalender 2019 (3,5 MB)