Übernahme der Kosten eines Computers für den digitalen Unterricht? Das Jobcenter EN klärt auf

© Jobcenter EN

Grundsätzlich ist es Aufgabe der Schulen die Geräte für den digitalen Unterricht zur Verfügung zu stellen. Deshalb werden die Schulen gegenwärtig finanziell durch das Programm „Gute Schule 2020“ unterstützt. Darüber hinaus stellen Bund und Länder den Schulträgern mit dem „DigitalPakt Schule“ weitere Mittel zur Verfügung, mit denen finanzierte Endgeräte an Schülerinnen und Schüler verliehen werden können.

Im vergangenen Monat hat das Landessozialgericht mit einem Beschluss auf sich aufmerksam gemacht. Dabei handelte es ich um eine Gymnasiastin der 8. Klasse, die aufgrund der Corona-Pandemie auf ein internetfähiges Endgerät (Tablett) angewiesen war. Dieses sollte es ihr in Zeiten von Corona ermöglichen die schulischen Aufgaben während der Schulschließungen auch von zuhause aus zu erledigen. Weil die nötigen finanziellen Mittel fehlten, beantragte sie eine Kostenübernahme beim zuständigen Jobcenter, welche ihr nicht gewährt wurde. Das Landessozialgericht stellte in diesem konkreten Fall einen Anspruch fest. Das Jobcenter kann unter engen Voraussetzungen die Kosten für ein internetfähiges Endgerät übernehmen.

Was bedeutet das konkret für die Umsetzung beim Jobcenter EN ?

Die Schule muss bescheinigen, dass ein digitales Endgerät für die Schülerinnen und Schüler benötigt wird. Darüber hinaus muss die Schule bescheinigen, dass ein solches Endgerät nicht zur Verfügung gestellt werden kann.

Außerdem muss eine Erklärung der Eltern vorliegen, dass im Haushalt kein Endgerät verfügbar ist. Erst wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kann seitens des Jobcenters eine Kostenübernahme in Höhe von 150 € erfolgen. Weitere Kosten (z.B. Computerzubehör) sind von der Kostenübernahme ausgeschlossen.

Alle weiteren Informationen erhalten Leistungsbeziehende von ihren zuständigen Sachbearbeitern.