Vieles neu beim Jobcenter EN im Südkreis

Abschied von der Nordstraße: Die von den Mitarbeitern gepackten Kartons verlassen den langjährigen Standort des Verwaltungsbereiches des Jobcenters EN.

Angekommen in der Rheinischen Straße und auf dem Weg in die neuen Büros./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Auftakt ist gemacht - mit dem Umzug des Verwaltungsbereiches des Jobcenters EN aus der Schwelmer Nordstraße in die Rheinische Straße 41 füllt sich das neueste Nebengebäude der Kreisverwaltung seit Mitte dieser Woche mit Leben.

Die 31 Mitarbeiter hatten in den Tagen vorher ihre Unterlagen sortiert, Überflüssiges sachgerecht entsorgt, Aufbewahrenswertes in Umzugskartons verstaut. Kiste um Kiste stapelte sich auf Fluren, in Büros und Abstellräumen.

Fachmännisch fanden sie von dort ihren Weg ins neue Gebäude. Ihrer Berufsbezeichnung als Möbelpacker mussten die Experten dabei allerdings nicht gerecht werden, Möbel hatten sie kaum zu transportieren.

„Wir konnten die zum Teil schon sehr alte und teilweise auch zusammengewürfelte Ausstattung zurücklassen. Alle Mitarbeiter, die in der Rheinischen Straße im Einsatz sind, dürfen sich auf zeitgemäß eingerichtete Büros und neue Technik freuen“, berichtet Heiner Dürwald, Leiter des Fachbereiches Jobcenter EN der Kreisverwaltung.

Regionalstellen ziehen bis Mitte Oktober ein

Während für die Leistungsberechtigten des Jobcenters EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis mit dem Umzug des Verwaltungsbereiches noch keine Neuerungen verbunden sind, wird sich dies mit den weiteren Einzügen ändern.

Der Zeitplan hierfür ist eng getaktet. Als nächstes folgen die Gebiete „Eingliederung“ und „Durchstarter“ bevor dann mit den Regionalstellen die publikumsintensivsten Bereiche ihre Büros in der Rheinischen Straße einrichten.

Die Regionalstelle Schwelm soll am 28. September komplett umgezogen sein, Gevelsberg/Sprockhövel am 5. Oktober und Ennepetal/Breckerfeld am 8. Oktober.

Statt bisher fünf Anlaufstellen verfügt das Jobcenter EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis dann ab Mitte Oktober nur noch über eine zentrale. Für Breckerfeld planen die Verantwortlichen auch für die Zukunft Vor-Ort-Sprechstunden, zudem sind die Regionalstellen Hattingen, Wetter/Herdecke und Witten von den Änderungen im Südkreis nicht betroffen.

Pandemie wirkt sich noch aus

„Allen Leistungsberechtigten haben wir schriftlich mitgeteilt, dass wir die bisherigen Südkreis-Standorte schließen. Daher wissen sie, wann ihre Ansprechpartner an ihren neuen Plätzen zu finden sind und wie sie dort zu erreichen sind“, so Dürwald.

Er setzt auf reibungslose Abläufe, von denen die Leitungsberechtigten im besten Fall wenig bis gar nichts mitbekommen und anschließend profitieren. „Ziel des neuen Verwaltungsgebäudes ist es ja nicht zuletzt, Abläufe zu beschleunigen und die Dienstleitungsqualität zu verbessern. Da wir derzeit ja immer noch coronabedingte Einschränkungen beachten müssen, wird sich der Vorteil des neuen Gebäudes erst nach der Pandemie vollends erweisen“, so Dürwald.

Anlaufstelle für fast 10.000 Bürger

Insgesamt wird er absehbar rund 180 Beschäftigte des Jobcenters EN im neuen Gebäude begrüßen können. Sie betreuen - Stand Mai - 9.645 Menschen in 4.845 Bedarfsgemeinschaften. Aufgeteilt sind ihre Aufgaben in Leistungsgewährung und Beschäftigungsvermittlung.

An die Berechtigten wurden im Mai rund 14,5 Millionen Euro Arbeitslosengeld II, Kosten der Unterkunft sowie einmalige Leistungen ausgezahlt. 396 erwerbsfähige Leistungsberechtigte konnten in 2020 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, eine vollqualifizierende Ausbildung oder eine selbstständige Tätigkeit antreten.

Stichwort Verwaltungsgebäude Rheinische Straße 41

Neben dem Jobcenter EN ziehen auch rund 30 Mitarbeiter des Ausländeramtes der Kreisverwaltung in das neue Gebäude ein. Sie verlassen ihren bisherigen Standort im Schwelmer Kreishaus in der Woche ab dem 26. Oktober.

Den Weg für das Vorhaben frei gemacht hatte der Kreistag im September 2017. Der komplexe Genehmigungs- und Planungsprozess sowie eine verlängerte Frist für die europaweite Ausschreibung machten es nötig, den ursprünglichen Zeitplan anzupassen und das Datum des Einzugs noch vor Baubeginn nach hinten zu schieben.

Am Ende konnte dann allerdings eher eingezogen werden als zwischenzeitlich gedacht. Insgesamt hat die Kreisverwaltung wie geplant 21 Millionen Euro in ihre neue Nebenstelle investiert.