Kommunales Integrationszentrum

Alter / Wohnen / Migration

Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund zählen nach einschlägigen Prognosen zu den am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes wird ihr Anteil auf 34 % im Jahr 2050 ansteigen. 2002 waren es noch 9 %.

Sprachbarrieren, geringe Kenntnisse über das deutsche Gesundheitssystem, traditionelle Pflegevorstellungen, kulturelle Unterschiede, usw. erschweren älteren Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zu Angeboten der Prävention und Regelversorgung. Einrichtungen und Dienste im Gesundheits- und Seniorenbereich stehen daher vor der Herausforderung, sich stärker auf die Zielgruppe der älteren Migrantinnen und Migranten einzustellen und ihre Angebote an deren besonderen Bedürfnissen, Wünschen und Konsummustern auszurichten.

Um die Teilhabechancen älterer Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, wurde die Fortführung des Themas „Interkulturelle Seniorenarbeit – Alter, Wohnen, Migration“ als Schwerpunktziel für die Jahre 2018 und 2019 festgelegt und mit den beiden fördernden Ministerien abgestimmt.

In den kommenden zwei Jahren wollen wir durch den Austausch und die Vernetzung mit relevanten Akteuren Transparenz über bestehende Angebote und aktuelle Bedarfe herstellen sowie konkrete Handlungsansätze entwickeln und umsetzen. Dabei stehen insbesondere die Sensibilisierung und Vernetzung der Akteure vor Ort, die interkulturelle Öffnung von Einrichtungen der Gesundheits- und Seniorenarbeit sowie die Information und Unterstützung der (älteren) Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus.

Als Auftakt führten wir gemeinsam mit dem Fachbereich Soziales und Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises und dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen am 7. März 2018 die ganztägige Veranstaltung „Alter und Migration – Gesundheitsförderung und -versorgung“ im FEZ Witten durch, an der mehr als 40 kommunale Akteure teilnahmen. Die Ergebnisse haben wir in einer Dokumentation zusammengefasst und veröffentlicht. Diese bildet die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure und zukunftsweisende Handlungsansätze.


Ziele:

  • Verbesserter Zugang zu Angeboten der Prävention und Regelversorgung
  • Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Senioren- und Gesundheits- und Wohnungswirtschaft
  • Vernetzung und Transparenz

Ihre Ansprechperson


Frau Sophie Eduful

S.Eduful@
en-kreis.de
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