Kreisverwaltung überprüft Schmidt & Geitz bis zum Ende

Die Firma Schmidt & Geitz wird ihren Schwelmer Standort Ende des Jahres aufgeben.

Die Firma Schmidt & Geitz wird ihren Schwelmer Standort Ende des Jahres aufgeben.

„Ziel unserer und der Aktivitäten der beteiligten Städte ist es gewesen, den Bürgerinnen und Bürgern den Gestank zu ersparen, unter dem sie in den letzten Jahren immer wieder gelitten haben. Jetzt zieht die Firma Schmidt & Geitz Konsequenzen, die wir in dieser Form nicht beabsichtigt hatten. Unter dem Strich ist diese unternehmerische Entscheidung zu akzeptieren. Gleichzeitig ist sie die Garantie dafür, dass wir unser Ziel erreicht haben“. So kommentiert Landrat Olaf Schade die Informationen, die Schwelmer „Knochenmühle“ werde bereits Ende April das Verarbeiten von Schlachtnebenprodukten beenden und den Standort bis Ende 2020 ganz aufgeben.

In den zurückliegenden Monaten hatte der Ennepe-Ruhr-Kreis Mängel in der Betriebsführung der „Knochenmühle“ mit umfangreichen ordnungsbehördlichen Mitteln geahndet. Grundlage dafür waren Erkenntnisse, die dank des Einsatzes der Mitarbeiter der Umweltabteilung und aufwändiger Messtechnik gewonnen werden konnten. Sie machten es möglich, eine Vielzahl von Mankos an den Anlagen für Produktion sowie für die Abluft- und Abwasserreinigung konkret nachzuweisen.

Ab Mai dient Standort als Umschlagplatz

Vor diesem Hintergrund wurde der Prozess der Betriebsstillegung in den vergangenen Wochen intensiv zwischen der Firma, dem von ihr eingeschalteten Rechtsbeistand und der Kreisverwaltung abgestimmt und rechtsverbindlich geregelt.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis wird Schmidt & Geitz auch im letzten Betriebsjahr in Schwelm engmaschig überprüfen. Dabei arbeitet sie mit dem seit langem eingeschalteten Sachverständigen zusammen. Dies gilt auch für die Phase ab Mai, in der der Standort „nur“ noch als Umschlagplatz genutzt werden wird.