Startschuss für geförderten Breitbandausbau im Ennepe-Ruhr-Kreis

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Landrat Olaf Schade und Ludger Kremer (Projektleiter Telekom) (links), Ulrich Schilling (Breitbandbeauftragter des Ennepe-Ruhr-Kreises, Bildmitte) sowie Frank Neiling (Regiomanager Telekom) und Heinz-Theo van Wickeren (Telekom) (rechts) freuen sich mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Vertretern der Städte über die Förderung./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

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Die Karte zeigt, wo im Ennepe-Ruhr-Kreis der Ausbau des Internets gefördert wird.

Es kann losgehen: Landrat Olaf Schade hat für den Ennepe-Ruhr-Kreis einen Vertrag mit der Deutschen Telekom GmbH zum geförderten Breitbandausbau im Kreisgebiet unterzeichnet. Mithilfe von Fördergeldern des Bundes und des Landes NRW in Höhe von insgesamt 19,4 Millionen Euro werden in allen neun kreisangehörigen Städten Lücken in der Versorgung mit schnellem Internet geschlossen. Der erste Spatenstich ist für April geplant.

Der Ausbau erfolgt flächendeckend in Gebieten, die der Kreis 2017 gemeinsam mit den Städten in einer Kooperationsvereinbarung definiert hatte. Das sind vor allem Außenbereiche, die bislang unterversorgt sind, also mit einer Downloadgeschwindigkeit von unter 30 Mbit/s auskommen müssen. „Für weit mehr als 4.000 Adressen wird sich die Situation in den nächsten drei Jahren deutlich verbessern“, freut sich Schade.

Unternehmen erhalten Raten von einem GBit/s

Denn nach dem großflächigen Ausbau in Glasfaser, den die Telekom bis Dezember 2022 plant, werden 98 Prozent der Haushalte in den geförderten Bereichen zuverlässig eine Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBit/s im Downstream aufweisen. 80 Prozent der Haushalte können sich sogar auf eine zuverlässige Rate von mindestens 100 MBit/s freuen.

Unternehmen in den Ausbaugebieten sollen künftig Raten von mindestens einem GBit/s symmetrisch zur Verfügung stehen. Symmetrisch bedeutet: Sowohl im Download als auch im Upload wird dieselbe Bandbreite garantiert - eine Einschränkung durch andere Anschlussnehmer auf der gleichen Leitung ist ausgeschlossen.

Kein Kupfer auf den letzten Metern

Die Telekom wird die Glasfaseranschlüsse in der sogenannten „FTTH“-Technik (fibre to the home) ausführen. Der Großteil der neuen Netze wird also in Glasfaser bis zum Haus- beziehungsweise Wohnungsanschluss gebaut, statt wie bisher üblich auf den letzten Metern mit Kupfer- oder Koaxialkabeln.

Der Vorteil: Mit dem großflächigen Ausbau in Glasfaser werden die Voraussetzungen geschaffen, den Anschlussnehmern extrem schnelles Internet anzubieten, da mit diesen Netzen grundsätzlich Datenströme im Gigabit-Bereich möglich sind.

„Der flächendeckende Breitbandausbau ist eine entscheidende Verbesserung für den Ennepe-Ruhr-Kreis“, erklärt der Landrat. „Schnelles Internet ist längst nicht mehr nur wünschenswert, sondern entscheidend für die Teilhabe der Bürger und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.“

Stichwort Fördermittel

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ennepe-Ruhr-Kreis und den neun angehörigen Städten Anfang 2017 war Voraussetzung für eine Bewerbung des Kreises um Fördermittel für den Breitbandausbau.

Im Dezember 2017 bewilligte der Bund vorläufig die gemäß seiner „Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ möglichen 50 Prozent der beantragten Mittel. Der Antrag des Kreises auf Kofinanzierung durch das Land NRW in Höhe weiterer 50 Prozent (Gevelsberg und Breckerfeld 40 Prozent) wurde ebenfalls positiv beschieden.

Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde der Auftrag an die Deutsche Telekom GmbH vergeben. Die letztlich insgesamt benötigten Finanzmittel in Höhe von 19,4 Millionen Euro bewilligten Bund und Land NRW endgültig im Dezember 2019.