Flüchtlingsnetzwerk im EN-Kreis geht in die zweite Förderrunde

Symbolische Darstellung für Flüchtlingsnetzwerk:Vier Hände und Handgelenke mit verschiedenen Hautfarben halten sich fest und bilden gemeinsam ein Rechteck.

Anlaufstellen für Flüchtlinge an fünf Standorten
Das aktuelle Netzwerk, wieder unter Koordination der AWO EN, konnte in der Nachbarstadt Bochum einen zusätzlichen Partner gewinnen. Das neu gebildete Netzwerk bietet somit an insgesamt fünf Standorten (Schwelm, Gevelsberg, Hattingen, Witten, Bochum) Beratung und aktive Unterstützung zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren gehören zu den Trägern des Projekts neben dem Jobcenter EN die Caritas Witten, die Diakonie Mark-Ruhr, die Außerbetrieblichen Ausbildungsstätten der Handwerkskammer Dortmund und seit 2011 die bobeq GmbH.

ESF und BMAS
Das Netzwerkwird im Rahmen des Förderprogramms „Xenos“, dem „ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktrechtlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Zu seinen Aufgaben gehören, Bleibeberechtigte und Flüchtlinge aktiv bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt bzw. bei der Suche nach einer ihren Fähigkeiten entsprechenden Stelle oder Ausbildung zu unterstützen. Qualifizierungsmöglichkeiten finden dabei ebenso Berücksichtigung wie das Heranführen arbeitsmarktferner Personen an den Arbeitsmarkt. Für Flüchtlinge ist der Zugang zum Arbeitsmarkt oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Ob und unter welchen Voraussetzungen ein Flüchtling arbeiten darf, hängt vor allem von dem aufenthaltsrechtlichen Status ab. Den Flüchtlingen, die Anspruch auf SGB II Leistungen haben, stehen grundsätzlich die Regelinstrumente des SGB II zur Verfügung. Damit in der Berufspraxis Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters EN mit der Heterogenität und Multikulturalität noch sicherer und produktiver umgehen können, wird das Jobcenter EN während der Projektlaufzeit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit interkulturellen Trainings fortbilden.

Der Erfolg spricht für sich
Frau Dagdas, Verantwortliche für das Förderprogramm „Xenos“ im Jobcenter EN, fasst rückblickend positiv zusammen: „Durch die produktive Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Kooperationspartnern im EN-Kreis konnte das Vorläufernetzwerk ZukunftsperspektivEN gute Erfolge vorweisen. In den letzten zwei Jahren nahmen insgesamt 413 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil. Insgesamt 148 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden innerhalb von zwei Jahren in Ausbildung oder Beschäftigung vermittelt. Mit unserem neuen Netzwerkpartner und die Erweiterung auf die Nachbarstadt Bochum werden wir demnächst noch mehr Flüchtlingen eine Zukunftsperspektive ermöglichen.“

Informationen über das Netzwerk finden Interessierte auf der Homepage Zukunftsperspektiven Ennepe-Ruhr-Bochum.

Eine Programmübersicht und nähere Informationen über den Europäischen Sozialfond finden Interessierte auf folgenden Links:

ESF - Programmübersicht „Xenos“

Homepage ESF - Europäischer Sozialfond