Landschaftspflege - Gebietseignes Saatgut (BNatSchG § 40)

Der Einsatz konventionellen, gezüchteten Saatguts bei Begrünungsmaßnahmen in der freien Natur fördert die Florenverfälschung sowie die Ausbreitung invasiver Arten und führt zum Rückgang der biologischen Vielfalt. Deshalb ist die Ausbringung gebietsfremden Saatguts in der freien Natur ab dem 01. März 2020 nach § 40 (4) Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) untersagt.

Eingeschlossen von der Regelung sind insbesondere Schutzgebiete, geschützte Biotope, Kompensationsflächen, Straßenbegleitgrün, Gewässerufer, Sonstige Flächen ohne zusammenhängende Bebauung, naturnahe Flächen auch in Städten, Flächen unter Photovoltaikanlagen.

Ausgenommen sind dementsprechend der besiedelte Bereich (Innerörtlich und innerstädtisch sowie Gärten und Sportplätze und Wohnanlagen im Außenbereich).

Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist zertifiziertes, gebietsheimisches Saat- und Pflanzgut aus dem Ursprungsgebiet 7 „Rheinisches Bergland“ oder Ursprungsgebiet 2 „Westdeutsches Tiefland mit unterem Weserbergland“ (nur Wittener Norden) zu verwenden.

Als Zertifiziertes Regio-Saatgut gelten die Zertifikate VWW Regiosaaten und Regiozert, welche nachweisen, dass es sich bei dem verkauften Wildpflanzensaatgut um gebietseigenes Material handelt.

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Herr Clausdeinken

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